Lars Henrik Gass

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Über Film als Medium sprechen: Lars Henrik Gass im Gespräch mit Tacita Dean über die Zukunft des Analogfilms

Die britische Künstlerin Tacita Dean, Mitglied der Akademie der Künste in Berlin, ist für ihre medienübergreifenden Arbeiten berühmt, insbesondere auch für eigenwillige 16mm-Filme. Seit einem Jahrzehnt kämpft sie entschieden für das Überleben des analogen Films als eines eigenständigen Mediums. Ein Gespräch über Erfolge, Bedrohungen und die Zukunft von Analogfilm.

Das Gespräch führte Lars Henrik Gass

Die Düne im Foyer

Die Digitalisierung bedroht herkömmliche Kulturorte wie Museen, Theater oder Kinos aufs Äußerste. Auf der anderen Seite wächst die Sehnsucht nach öffentlichen Begegnungen in urbanen Kulturbauten. Wie passt das zusammen? Und was erwächst aus den gegenläufigen Tendenzen? Verwandeln sich leerstehende Bürotürme und Shopping-Malls in den Innenstädten in kulturelle Zonen? Ein Gespräch zwischen dem Architekturkritiker Niklas Maak und dem Leiter der Kurzfilmtage Oberhausen, Lars Henrik Gass.

Wo die netten Onkels wohnen

Dieter Kosslick hat eine Autobiografie geschrieben. „Immer auf dem Teppich bleiben“ heißt die bunte Sammlung lustiger Anekdoten, in denen sich der Darling aller spiegelt, der mit unerschrockener Laune die Ökonomisierung der Filmkultur betrieb und die „Berlinale“ in ein Gute-Laune-Festival ohne künstlerischen Biss verwandelte. Am Ende aber wagt er einen Ausblick, der in der Kinokrise eine Chance auf mehr Partizipation erkennt.

Von Lars Henrik Gass

Sprache der Untertanen

Auf der Suche nach einer gendergerechten Sprache scheinen die „Filmschaffenden“ ein goldener Ausweg zu sein. Doch in dieser Wortschöpfung verdichtet sich eine restaurative Tendenz, die Kunst und Kultur auf das Bestehende reduziert und ihr verstörendes Potenzial beseitigt. Am Tropf staatlicher Förderung droht der Anspruch, nicht verstanden zu werden, in Anpassung oder nationale Identitätspolitik aufgelöst zu werden.

Von Lars Henrik Gass

Die Kinokultur der Zukunft

Derzeit tobt in Köln eine Auseinandersetzung zwischen dem Filmclub 813 und dem Kölnischen Kunstverein. Ein lokaler Konflikt, der indes bezeichnend ist für den Stand der Dinge im Verhältnis Film und Kunst in Deutschland und die unerträgliche Stiefkind-Rolle, die Filmkultur hierzulande im Vergleich zu anderen Kunstsparten fristet. Ein Plädoyer für ein radikales Umdenken.

Von Lars Henrik Gass

Kreuzchen statt Kreativität?

Mit „divers“ erzählten Stoffen will die Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein (FFHSH) künftig bislang vernachlässigte Zielgruppen des deutschen Films ansprechen. Bei Förderanträgen muss künftig eine „Diversity“-Checkliste ausgefüllt werden. Damit droht nach den Länder-Effekten einmal mehr neuer Förder-Unsinn. Viel besser wäre es, das Förder-System generell radikal umzubauen. Und mutig nach Wegen aus der Identitätsfalle zu suchen.

Ein Essay von Lars Henrik Gass

Die Nacht der lebenden Toten

Seit bald 70 Jahren prädiziert die Filmbewertungsstelle Wiesbaden (FBW) Kinofilme als „wertvoll“ oder „besonders wertvoll“, angeblich unabhängig, aber doch stets im Spannungsfeld wirtschaftlicher oder politischer Interessen. Dem schleichenden Bedeutungsschwund begegnet die FBW ähnlich wie andere filmkulturelle Institutionen im Umfeld des Biebricher Schlosses: durch Tricks und geschicktes Networking.

Von Lars Henrik Gass