Simon Hauck

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Exkursionen in den Alltagsrassismus - Der Regisseur Visar Morina über "Exil"

In seinem Film „Exil“ porträtiert Regisseur Visar Morina einen Mann mit Migrationshintergrund, der sich trotz seiner Integration ins deutsche Familien- und Arbeitsleben inmitten wachsender fremdenfeindlicher Ressentiments wiederfindet. Im Interview spricht Morina darüber, wie viel persönliche Erfahrung in der Story steckt, und erläutert seine am Theater geschulten Arbeitsprozesse.

Das Gespräch führte Simon Hauck

Das wilde Denken: Ulrike Ottinger über „Paris Calligrammes“

Anfang März startete „Paris Calligrammes“ von Ulrike Ottinger mit viel Rückenwind im Kino, da die 77-jährige Filmemacherin bei der „Berlinale“ gerade für ihr Lebenswerk geehrt worden war. Doch dann unterbrach die COVID-Pandemie die hoffnungsvolle Kinoauswertung. Jetzt kommt das kaleidoskopartige Filmmosaik wieder ins Kino, in dem sich die Künstlerin an die wilde Zeit in Paris während der 1960er-Jahre erinnert.

Das Interview führte Simon Hauck

„Mich interessieren Bruchstücke“: Alexander Hick über „Thinking Like a Mountain“

Schneemassen im Hochgebirge und Guerilla-Kämpfer gehörten zu den Risiken, mit denen sich der Regisseur Alexander Hick bei den Dreharbeiten zu "Thinking Like a Mountain" herumschlagen musste. Sein Dokumentarfilm porträtiert das indigene Volk der Arhuaco in der Sierra Nevada de Santa Marta in Kolumbien. Ein Gespräch über seine Erfahrungen und den Versuch, einen ethnografischen Film jenseits gängiger Erzählmuster zu drehen.

Das Gespräch führte Simon Hauck

„Wir waren damals alle Verrückte“

Am 31. März 2019 feiert einer der meistprämierten deutschen Regisseure seinen 80. Geburtstag: Volker Schlöndorff. Trotz persönlicher Rückschläge und durchwachsener Kritiken für seine letzten Filme, bleibt er ein vitaler Mann im Unruhestand. Ein Gespräch über sein wildes Frühwerk, den Gemeinschaftssinn des deutschen Autorenkinos, Angela Merkel und sein filmisches Vermächtnis.

Von Simon Hauck

Deutscher Menschenrechts-Filmpreis 2018

In Erinnerung an die Verabschiedung der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ vor 70 Jahren wurde in Nürnberg zum 11. Mal der „Deutsche Menschenrechts-Filmpreis“ verliehen. Die Preisgala fand im gebotenen Ernst statt, kündete aber genau wie die prämierten Filme davon, dass hehre Absichten und gewichtige Themen durchaus unterhaltsam vermittelt werden können.

Von Simon Hauck

Werner Herzog

Der Bewunderer „ekstatischer Wahrheiten“ wird nicht müde: 76 Jahre zählt Werner Herzog, doch sein Elan ist ungebrochen. Sein Dokumentarfilm „Meeting Gorbachev“ feierte beim Dokfestival in Leipzig Europa-Premiere; ein weiterer Spielfilm ist abgedreht, ebenso ein BBC-Feature über Bruce Chatwin, und demnächst starten die Dreharbeiten für seine erste Serie. Ein Gespräch über filmische Innovationen, das nahende Ende des Kinos und die Frage, was auf seinem Grabstein stehen soll.

Von Simon Hauck

Widerspruch auf zwei Beinen

Den singenden Baggerfahrer Gerhard „Gundi“ Gundermann (1955–1998) aus der Lausitz kennt jeder, der in der DDR groß wurde. Andreas Dresen hat dem überzeugten Kommunisten, der wegen „prinzipieller Eigenwilligkeit“ aus der SED wie auch aus der Stasi flog, jetzt einen Spielfilm gewidmet: „Gundermann“ startet am 23. August.

Das Gespräch führte Simon Hauck