Das Beil von Wandsbek (1951)

Drama | DDR 1951 | 110 (gek. 75) Minuten

Regie: Falk Harnack

Hamburg 1934. Den Schlachtermeister Teetjen drücken schwere Existenzsorgen, weil die Kundschaft zum großen Kaufhaus an der Ecke abwandert. Er nimmt das Angebot eines Hamburger SS-Offiziers, seines alten Kriegskameraden, an und vertritt für 2000 Mark den erkrankten Henker des Fuhlsbütteler Zuchthauses bei der Hinrichtung von vier im Reeperbahn-Prozess verurteilten Kommunisten. Seine Frau hängt sich auf. Auch Teetjen wird Selbstmord begehen. - Harnacks Film, sein Regiedebüt und wohl seine beste Kinoarbeit, folgt dem von Arnold Zweig im Exil in Haifa geschriebenen, erstmals 1943 (in Hebräisch) erschienenen Roman. Wenige Wochen nach dem Start in mehreren Städten der DDR wurde die DEFA-Produktion (Neues Deutschland: "Ein Kunstwerk") mit der Begründung aus dem Verleih gezogen, der Film wecke Mitleid mit einem Nazi. Erst 1962 gelangte Harnacks Debüt - stark gekürzt - auf Zweigs Empfehlung hin wieder ins Kino. Die Urfassung wurde 1981 zum 75. Geburtstag Erwin Geschonnecks neu aufgeführt. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
DDR
Produktionsjahr
1951
Regie
Falk Harnack
Buch
Falk Harnack · Hans Robert Bortfeldt · Wolfgang Staudte · Werner Jörg Lüddecke
Kamera
Robert Baberske
Musik
Ernst Roters
Schnitt
Hildegard Tegener
Darsteller
Erwin Geschonneck (Albert Teetjen) · Käthe Braun (Stine Teetjen) · Gefion Helmke (Dr. Käthe Neumeier) · Willy A. Kleinau (SS-Standartenführer Hans Peter Footh) · Arthur Schröder (Zuchthausdirektor Koldewey)
Länge
110 (gek. 75) Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12 (Video)
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama | Literaturverfilmung

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