Fräulein Smillas Gespür für Schnee

Thriller | Deutschland/Dänemark/Schweden 1997 | 121 Minuten

Regie: Bille August

Eine junge Frau spürt dem Todesfall eines Nachbarsjungen nach und macht eine gespenstische Entdeckung: Freigesetzte Urzeitwürmer drohten das geheimgehaltene Ziel einer Polarexpedition zu verraten, zu der sie nun selbst aufbricht und sich an die Fersen korrupter Wissenschaftler heftet. Ein achtbarer und auch spannender Thriller, der aber die Sensibilität der literarischen Vorlage nicht in das filmische Medium zu übertragen versteht. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland/Dänemark/Schweden
Produktionsjahr
1997
Regie
Bille August
Buch
Ann Biderman
Kamera
Jörgen Persson
Musik
Harry Gregson-Williams · Hans Zimmer
Schnitt
Janus Billeskov Jansen
Darsteller
Julia Ormond (Smilla) · Gabriel Byrne (Mechaniker) · Richard Harris (Tork) · Mario Adorf (Lukas) · Jürgen Vogel (Jakkelsen)
Länge
121 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Thriller | Literaturverfilmung

Heimkino

Verleih DVD
VCL (2.35:1, DD5.1 dt.)
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Diskussion
Die Menschen in Grönland sollen 18 Wörter für "Schnee" besitzen. "Quenek" etwa heiße er in einer Sprache, die nicht die ihre sei, wie Smilla" am Anfang von Peter Hoegs Roman, der diesem Film zugrunde liegt, erklärt. Viele Beschreibungen dieser Naturerscheinung folgen im Roman, und bald tritt die sprachliche Sensibilität an die Stelle ihres Gegenstands: Weniger um Schnee geht es hier, als um eine spezifische Empfindsamkeit, die sich eben in Worten zu artikulieren vermag. Auch die Kunst hat ihre Worte für Schnee gefunden: Casper David Friedrich zeigte ihn in seinen Winterlandschaften als transzendentes Moment einer beseelten Natur. Und wer einmal "La Boheme" auf der Opernbühne sah, der weiß um die verführerische Wirkung leichten, künstlichen Schneefalls. Auch die Filmemacher haben früh die poetisierende Wirkung der weißen Pracht erkannt, die eine gewohnte Landschaft in Augen

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