Larry Flynt - Die nackte Wahrheit

Biopic | USA 1996 | 130 Minuten

Regie: Milos Forman

Die Lebensgeschichte und Justizskandale des Herausgebers des pornografischen Hochglanzmagazins "Hustler" Larry Flynt bis zu seinem Verfahren vor dem Supreme Court im Jahr 1988. Der Film verquickt Dokumentation, Opernhaftigkeit und Ironie zu einem brillanten Porträt, das an einem Extremfall die elementare Bedeutung des Rechts auf freie Meinungsäußerung darstellen will. Dabei unterschlägt er jedoch wichtige Aspekte der beruflichen und privaten Existenz des Porno-Verlegers und bedient sich zum Teil fragwürdiger satirischer Mittel, sodass das Ergebnis der Wirklichkeit nicht gerecht wird.

Filmdaten

Originaltitel
THE PEOPLE VS. LARRY FLYNT
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1996
Regie
Milos Forman
Buch
Scott Alexander · Larry Karaszewski
Kamera
Philippe Rousselot
Musik
Thomas Newman
Schnitt
Christopher Tellefsen
Darsteller
Woody Harrelson (Larry Flynt) · Courtney Love (Althea Leasure) · Edward Norton (Isaacman) · Brett Harrelson (Jimmy Flynt) · Donna Hanover (Ruth Carter Stapleton)
Länge
130 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Genre
Biopic

Heimkino

Verleih DVD
Columbia TriStar Home (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Milos Formans Film über Leben und Justizskandale des „Hustler”-Herausgebers Larry Flynt wurde von zumindest einem amerikanischen Kritiker (Joe Morgenstern im "Wall Street Journal") als seltene Gelegenheit begrüßt, einmal wieder sein Gehirn ins Kino mitbringen zu können. Er hat ebenso Recht wie die Feministin Gloria Steinem, die den Film in der ,, York Times" als "eine kolossale Reinwaschung" diffamiert hat. "Larry Flynt" macht es dem Publikum nicht leicht, ihn zu mögen oder zu verdammen. Doch wirft man einen Blick auf die lange Geschichte der Urteile des amerikanischen Supreme Court über Inhalt und Grenzen des verfassungsmäßig garantierten Rechtes auf freie Meinungsäußerung, dann weiß man, daß nichts einfach schwarz oder weiß ist, was mit diesem Thema zu tun hat. So, wie der unter Naziherrschaft und kommunistischer Unterdrückung aufgewachsene Exil-Tscheche Milos Forman die Lebensgeschichte von Amerikas erfolgreichstem Pornografen angeht, ist sie nämlich nichts weniger als eine Auseinandersetzung mit der Freiheit öffentlicher Meinungsäußerung. Und folglich muß sie sich an diesem Anspruch messen lassen.

Der Film beginnt im hinterwäldlerischen Kentucky mit dem knappen Porträt eines geschäftstüchtigen Knaben, der im kleinen, aber erfolgreich mit Kartoffelschnaps handelt. 20 Jahre später betreibt der herangewachsene Larry Flynt ein paar Striptease-Buden in Ohio. Im Gegensatz zu seiner puritanischen Umwelt macht er aus seiner Vorliebe, "sechsmal am Tag zu bumsen", keinen Hehl. Seine entwaffnende Offenheit in Sachen Sex bringt ihm nicht n

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