Paradise Road

- | USA 1997 | 122 Minuten

Regie: Bruce Beresford

Eine Gruppe englischer Zivilisten flieht 1941 in Singapur auf einem Boot vor den herannahenden Japanern. Das Boot wird angegriffen, die Überlebenden retten sich nach Sumatra, wo sie von den Japanern in ein Lager gesteckt werden, das Frauen und Kindern vorbehalten ist. Als Akt der Selbstbehauptung gründen die Frauen einen Chor, der schließlich bei den Bewachern Rührung weckt. Nach einer authentischen Geschichte gedrehter Film, der Leiden und Elend weitgehend zugunsten einer pathetisch-sentimentalen Inszenierung ausspart. Die klischeehafte Figurenzeichnung und der unsensible Umgang mit dem historischen Kontext sind gleichermaßen für das Scheitern des Films verantwortlich. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
PARADISE ROAD
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1997
Regie
Bruce Beresford
Buch
Bruce Beresford
Kamera
Peter James
Musik
Ross Edwards
Schnitt
Tim Wellburn
Darsteller
Glenn Close (Adrienne Pargiter) · Frances McDormand (Dr. Verstak) · Pauline Collins (Margaret Drummond) · Cate Blanchett (Susan Macarthy) · Jennifer Ehle
Länge
122 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.

Diskussion
Opulent und siegessicher feiert eine feine englische Gesellschaft ein Fest, während draußen, im Singapur des Jahres 1941, der Zweite Weltkrieg tobt. Aber auch die Paläste der Kolonialisten bleiben von den Bomben der Japaner nicht verschont. Explosionen stören die Idylle, Panik bricht aus, man trennt und verabredet sich in aller Eile; für die ausländischen Zivilisten ist plötzlich Flucht die einzige Perspektive. Auf einem kleinen Kanonenboot treffen die Frauen und Kinder erstmals in ungewohnter Umgebung aufeinander. Handwerkliches Geschick und Nervenstärke sind gefragt, nicht mehr gesellschaftliche Akkuratesse. Doch auch das Boot müssen die Flüchtlinge nach einem Luftangriff verlassen. Drei Frauen retten sich auf einem Stück Holz bis nach Sumatra, werden gefangengenommen und treffen anschließend auf die übrigen Überlebenden des Schiffbruchs - als Gefangene der Japaner.

Bis hierher leuchtet die Geschichte ein. Besonders nachdem die Exposition die Massenszenen verlassen hat und sich auf die drei Frauenfiguren konzentriert, die sich im Meer

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