Comedian Harmonists

- | Deutschland 1997 | 127 Minuten

Regie: Joseph Vilsmaier

Der kometenhafte Aufstieg des Vokal-Ensembles "Comedian Harmonists", das im Berlin der späten 20er Jahre einen prägnanten, weltweit erfolgreichen Gesangsstil schuf, bevor es in die Mühlen der nationalsozialistischen Rassenideologie geriet, weil drei der sechs Mitglieder jüdischer Herkunft waren. Der anekdotisch konzipierte Unterhaltungsfilm beschreibt mit einigem äußerlichen Aufwand, aber auch mit vielen vermeintlich "griffigen" Klischees die Musikerkarrieren in einer "bewegten Zeit", die lediglich als Projektionsfläche für gepflegte Oberflächlichkeiten dient. - Ab 12.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
1997
Regie
Joseph Vilsmaier
Buch
Klaus Richter
Kamera
Joseph Vilsmaier · Peter von Haller · Jörg Widmer
Musik
Harald Kloser
Schnitt
Peter R. Adam
Darsteller
Ulrich Noethen (Harry Frommermann) · Ben Becker (Robert Biberti) · Heinrich Schafmeister (Erich A. Collin) · Kai Wiesinger (Erwin Bootz) · Heino Ferch (Roman Cycowski)
Länge
127 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 12.

Heimkino

Verleih DVD
BMG/Universum (1.85:1, DD5.1 dt.)
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Diskussion
Der kometenhafte Aufstieg der "Comedian Harmonists" beginnt in der unbeheizten Berliner Kemenate eines gerade mal 20jährigen jüdischen Schauspielschülers namens Harry Frommermann. Im Jahr 1927 verwirklicht der Piscator-Schüler mit viel Talent für Stimmakrobatik und nicht minder großer Beharrlichkeit seinen Traum von einem völlig neuen Vokal-Ensemble, das in der Tradition der amerikanischen A-Capella-Sänger "The Revellers" einen sehr rhythmischen, harmoniebetonten, dabei vom absolut präzisen Einsatz männlicher Gesangsstimmen geprägten Stil kreiert. Harry schaltet seine folgenschwere Tagesanzeige unter der Überschrift "Selten", die ihm nicht nur zahllose Interessenten, sondern vor allem den Kontakt mit der samtweichen Baßstimme Robert Bibertis beschert. Bald scharen die beiden die übrigen Ensemble-Mitglieder mit den unterschiedlichsten Stimmlagen um sich, und in vielen Wochen eiserner Proben entwickelt sich der unverwechselbare Gesangsstil der "Comedian Harmonists", mit dem sich alles vom sentimentalen Schlager über das Volkslied bis zur ausgelassenen Albernheit souverän und vor allem äußerst populär vortragen läßt. Eine Bilderbuchkarriere beginnt, die zehn Jahre dauert und die sechs Männer um die halbe Welt führt, sie den Rundfunk und den noch jungen Tonfilm erobern läßt. Doch der Sturz ist dramatisch: Nachdem sie bereits alle warnenden Vorzeichen der neuen Machthaber ignoriert haben, wird ihr Gesang 1934 als "jüdis

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