Die Klassenfahrt

Drama | Frankreich 1998 | 94 Minuten

Regie: Claude Miller

Ein stiller, scheinbar überbehüteter Junge, dessen Problem das Bettnässen ist, isoliert sich auf einer Klassenfahrt in die französischen Alpen von den meisten seiner Mitschüler und wird von furchtbaren Alb- und Wunschträumen heimgesucht, die er kaum noch von der Wirklichkeit unterscheiden kann. Ein einfühlsamer Film über kindliche Ängste, das Erwachsenwerden und seelische Störungen, die durch die Pädophilie des Vaters ausgelöst werden. Ein durch intensive Bilder beeindruckendes Psychodrama, das trotz stilistischer Mängel und logischer Ungereimtheiten die Einsamkeit und Verlorenheit seines jugendlichen Protagonisten überzeugend darstellt und melancholisch auf die Kälte der Welt verweist. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
LA CLASSE DE NEIGE
Produktionsland
Frankreich
Produktionsjahr
1998
Regie
Claude Miller
Buch
Claude Miller · Emmanuel Carrère
Kamera
Guillaume Schiffman
Musik
Henri Texier
Schnitt
Anne Lafarge
Darsteller
Clément van den Bergh (Nicolas) · Lokman Nalcakan (Hodkann) · Yves Verhoeven (Patrick) · Emmanuelle Bercot (Mademoiselle Grimm) · François Roy (Vater)
Länge
94 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Drama

Diskussion
Der etwa zwölfjährige Nikolai, ein stiller Junge, wird von seinem Vater so sehr behütet, dass es ihm schon peinlich ist. So beginnt seine Klassenfahrt nicht im Schulbus, sondern im gediegenen Wagen des Vaters, der den Sohn selbst in die noch herbstlichen französischen Alpen bringt. Gern fährt Nikolai nicht dorthin, hat er doch Angst, dass die Mitschüler seine Bettnässerei entdecken könnten. Angekommen im Schullandheim, vergisst Nikolai seine Tasche im Auto, in der sich die für ihn so wichtige Gummiunterlage befindet. Um ein nasses Bett zu vermeiden, will Nikolai solange wie möglich wach bleiben, während er zugleic

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