Drei Herren

- | Österreich/Deutschland 1998 | 92 Minuten

Regie: Nikolaus Leytner

Drei Insassen einer geschlossenen psychiatrischen Anstalt stranden auf dem Weg in den verordneten Sommerurlaub in einem bäuerlichen Dorf im österreichischen Waldviertel. Während sie in ihrer sanften, liebenswürdig-närrischen Weise einige Wesensverwandte finden und beglücken, versteigt sich die Mehrzahl der Dorfbewohner zu ebenso kurzsichtiger wie hysterischer Aufgeregtheit. Eine pointiert gespielte skurrile Moritat um die Relativität von Verrückt- und Normalsein. Auf dem schmalen Grat zwischen poetischer Hintergründigkeit und derber Kabarett-Satire verliert der Film allzu oft die Balance und büßt viel von seinem ansonsten liebenswert-spröden Charme ein. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
DREI HERREN
Produktionsland
Österreich/Deutschland
Produktionsjahr
1998
Regie
Nikolaus Leytner
Buch
Nikolaus Leytner
Kamera
Hans Selikovsky
Musik
Hans Jürgen Buchner · Christof Dienz
Schnitt
Michael Prochaska
Darsteller
Ottfried Fischer (Sichel) · Karl Markovics (Ivo) · Karl Merkatz (Dölken) · Regina Fritsch (Kamilla) · Erni Mangold (alte Frau)
Länge
92 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.

Diskussion
Eigentlich sollen die titelgebenden drei Herren, Insassen einer geschlossenen psychiatrischen Anstalt, eine sommerliche Urlaubsreise antreten. Doch der nikotinverseuchte Fahrer des Kleinbusses, der sie an ihr Ziel bringen soll, erleidet auf einer einsamen Landstraße irgendwo im österreichischen Waldviertel eine Herzattacke, und die Fahrt endet vorzeitig in einem Maisfeld. Die drei Herren aber wähnen sich am Ziel und marschieren arglos in ein nahegelegenes Bauerndorf, das um die Mittagszeit wie ausgestorben erscheint, zumal eine Beerdigung stattfindet – ungehindert inspizieren sie Kirche und Gasthof, suchen nach ihrer Unterkunft. Den bewußtlosen Busfahrer, der immer wieder mal aus seinem komatösen Zustand erwacht, schultert der dicke Sichel, der kein Wort spricht, wobei er zunächst von Eß

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