Sweet And Lowdown

Tragikomödie | USA 1999 | 95 Minuten

Regie: Woody Allen

Die Biografie des (fiktiven) Jazz-Gitarristen Emmet Ray, der in den 30er-Jahren zu den ganz Großen seines Fachs zählte, hinter Django Reinhardt aber immer "nur" der Zweitbeste blieb. Woody Allens Hommage an den Swing besticht durch erzählerische und optische Eleganz, die sich mit der Musik zu einem atmosphärisch stimmungsvollen Zeitbild fügen. Sean Penn liefert die vorzügliche Darstellung eines selbstverliebten Rüpels und Frauenhelden, dessen emotionale Ausdrucksmöglichkeiten jenseits der Musik äußerst beschränkt bleiben, bis er am eigenen Leib Schmerz und Verlust erfährt. Ein ausgesprochen vergnügliches Stück Kino. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
SWEET AND LOWDOWN
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1999
Regie
Woody Allen
Buch
Woody Allen
Kamera
Zhao Fei
Musik
Dick Hyman
Schnitt
Alisa Lepselter
Darsteller
Sean Penn (Emmet Ray) · Samantha Morton (Hattie) · Uma Thurman (Blanche) · Anthony LaPaglia (Al Torrio) · Gretchen Mol (Ellie)
Länge
95 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Tragikomödie

Heimkino

Die Extras beinhalten u.a. eine einstündige Pressekonferenz mit Samantha Morton und dem Regisseur, aufgezeichnet bei den Filmfestspielen von Cannes.

Verleih DVD
Kinowelt (1.85:1, DD 1.0 engl./dt.)
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Diskussion
Eigentlich will dieser Emmet Ray so gar nicht in die vertraute filmische Welt Woody Allens passen: ein Trinker, Rüpel und Frauenheld, grenzenlos selbstverliebt und Anhänger seltsamer Hobbies wie dem Erschießen von Ratten auf der städtischen Müllhalde. Derart ungeniertes Machotum fand sich in Allens Filmen bislang allenfalls als Gegenpol zu den grüblerischen, in ihrer Männlichkeit verunsicherten „Helden“. Liebenswert ist Emmet Ray jedenfalls nur dann, wenn er zur Gitarre greift. Dann entpuppt sich der Gelegenheitszuhälter und Glücksspieler als veritables Genie, das nicht nur Frauenherzen zum Schmelzen bringt, sondern ein ums andere Mal auch verärgerte Clubmanager besänftigt, die den Eskapaden ihres Stars zunehmend hilflos gegenüberstehen. Mit all seinen Licht- und Schattenseiten ist Emmet Ray - der Anachronismus sei verziehen - eine Art „Gitarrengott der Swing-Ära“. Der einzige Wermutstropfen in seinem ansonsten ungetrübten Selbstbild ist „dieser Zigeuner in Frankreich“ namens Django Reinhardt, der nicht nur eine übermächtige Konkurrenz darstellt, sondern dessen Musik au

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