Berlin-Express (rekonstr. Fassung)

Politthriller | USA 1947/48 | 86 Minuten

Regie: Jacques Tourneur

Ein Deutscher, der schon im Exil als überzeugter Pazifist und Demokrat gegen die Nationalsozialisten kämpfte, soll beim Wiederaufbau Deutschlands eine wichtige Rolle spielen. Er reist im Jahr 1946 unter Schutz der US-Militärpolizei von Paris über Frankfurt nach Berlin. Im Zugabteil hat sich eine gemischte Gesellschaft eingefunden, die das Viermächteabkommen widerspiegelt. Nach einem missglückten Bombenattentat muss das Leben des Politiker geschützt werden; ehemalige Nazis, die den Traum von der Großmacht Deutschland noch nicht ausgeträumt haben, sind gegen friedlichen Wiederaufbau und Abrüstung. Routiniert und dicht inszenierter Politthriller um einen prominenten Deutschen, der deutlich Thomas Mann nachgestaltet wurde. Eindrucksvoll sind vor allem die dokumentarischen Aufnahmen des zerstörten Frankfurt von 1948 sowie die völkerversöhnliche Absicht und die Utopie eines friedlichen Europas ohne Grenzen. (Rekonstruierte, neu synchronisierte Fassung eines Films, der bislang nur in einer tendenziös verfälschten, "entpolitisierten" Fassung in Deutschland kursierte.) - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
BERLIN EXPRESS
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1947/48
Regie
Jacques Tourneur
Buch
Harold Medford
Kamera
Lucien Ballard
Musik
Friedrich Hollaender
Schnitt
Sherman Todd
Darsteller
Merle Oberon (Lucienne Mirbeau) · Robert Ryan (Robert Lindley) · Paul Lukas (Dr. Bernhardt) · Charles Korvin (Perrot) · Robert Coote (Sterling)
Länge
86 Minuten
Kinostart
-
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Politthriller

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