Islandfalken

- | Island/Deutschland/Norwegen/Großbritannien 2003 | 95 Minuten

Regie: Fridrik Thór Fridriksson

Ein einsamer, lebensmüder Amerikaner kommt nach Island, der Heimatinsel seiner Mutter, um Abschied zu nehmen. In der Begegnung mit einer jungen Künstlerin erblickt er jedoch die Chance, seinem Leben einen neuen Sinn zu geben. Während ihre gemeinsame Flucht nach Hamburg für die Frau tatsächlich zur Befreiung wird, findet der Mann den Tod. Mythologisch aufgeladenes Road Movie, das seine Protagonisten nicht zu glaubhaften Charakteren entwickelt, sondern in Schablonen zwängt. Da sich in der zweiten Hälfte zudem inszenatorische Mängel einschleichen, verliert die Geschichte um Freundschaft, Freiheit und Sinnsuche sowohl an Erkenntnis- als auch an Unterhaltungswert. (O.m.d.U.) - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
FALKAR | FALCONS
Produktionsland
Island/Deutschland/Norwegen/Großbritannien
Produktionsjahr
2003
Regie
Fridrik Thór Fridriksson
Buch
Fridrik Thór Fridriksson · Einar Karason
Kamera
Harald Paalgard
Musik
Hilmar Örn Hilmarsson
Schnitt
Sigvaldi J. Kárason
Darsteller
Keith Carradine (Simon) · Margrét Vilhjálmsdóttir (Dua) · Ingvar E. Sigurdsson (Jóhann) · Magnús Olafsson (Lobbi) · Margrét Olafsdottir (Tante)
Länge
95 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.

Diskussion
Wenn jemand die Binsenweisheit, dass viele Köche den Brei verderben, kennen müsste, dann der isländische Regisseur Fridrik Thor Fridriksson, der bei der Ausübung seines Berufes schon immer auf europäische Co-Produktionen angewiesen war. Die kleine Insel im Nordmeer kann selbst unaufwändige Filmproduktionen nicht aus eigener Kraft stemmen. Man ist auf Kooperationen mit skandinavischen Ländern angewiesen und holt auch deutsche Produktionsfirmen gerne ins Boot. Das muss sich nicht immer als Nachteil erweisen: Fridrikssons lakonisch- unterhaltende Filme „Cold Fever“ (fd 31 576) und „Devil’s Island“ (fd 32 937) widerlegen die These vom schwer verdaulichen Euro-Pudding, haben sie in den 1990er- Jahren doch frischen (Nord-) Wind ins europäische Autorenkino gebracht. Allerdings stoßen auch Winning Teams manchmal an Grenzen.

„Islandfalken“ ist so ein Fall: Wie in „Cold Fever“ kehrt auch hier die Hautfigur zu ihren historischen und spirituellen

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