Psychothriller | USA 2003 | 98 Minuten

Regie: Mathieu Kassovitz

Die Psychiaterin eines Frauengefängnisses findet sich nach dem mysteriösen Mord an ihrem Mann unversehens auf der Seite der von ihr zuvor betreuten Insassinnen wieder, wo sie mühsam versucht, ihr Leben nach einem tragischen Filmriss neu zu ordnen. Ein anfänglich recht dicht inszenierter, spannender Psychothriller. Die Motive und Erzählfäden zerfasern jedoch im letzten Drittel, wobei der Film seine narrative Logik letztlich dem Paranormalen überantwortet.

Filmdaten

Originaltitel
GOTHIKA
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2003
Regie
Mathieu Kassovitz
Buch
Sebastian Gutierrez
Kamera
Matthew Libatique
Musik
John Ottman
Schnitt
Yannick Kergoat
Darsteller
Halle Berry (Miranda Grey) · Robert Downey jr. (Pete Graham) · Charles Dutton (Douglas Grey) · John Carroll Lynch (Sheriff Ryan) · Bernard Hill (Phil Parsons)
Länge
98 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Genre
Psychothriller

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. einen Audiokommentar des Regisseurs und des Kameramanns. Interessant ist die Bonussektion weniger wegen der Features zum Film, als vielmehr wegen des für den Film produzierten Musikvideos, dessen Enstehung in einem 20-minütigen Feature behandelt wird.

Verleih DVD
Columbia TriStar Home (16:9, 1.85:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Einmal sitzen zwei Wärter der psychiatrischen Klinik, in der Mathieu Kassowitz’ dritte Regiearbeit spielt, um einen Fernseher herum, in dem ein Horrorfilm läuft. Dabei reden sie über B-Movies und Monsterfilme aus den 1950er-Jahren: „Die waren klasse“, sagt einer. Eine Reverenz, die wie eine Schutzmaßnahme wirkt, als wolle sich Kassowitz dagegen versichern, dass man nicht zuviel Gedankenarbeit in die Analyse seines Films investiert. „Logic is overrated“, heißt denn auch einer der letzten Sätze des Films, der zu diesem Zeitpunkt vor allem als Gag wirkt. Doch beantwortet er auch die womöglich entscheidende Frage, die sich schon früh stellt: Wie hält es „Gothika“ mit der Vernunft? Gibt es eine rational plausible Erklärung? Indem sich der Film am Ende auf die andere Seite schlägt, zieht er nicht nur dem Zuschauer, sondern auch sich selbst den Boden unter den Füßen weg.

Danach sah es lange nicht aus: „Gothika“ beginnt als durchaus gelungener (Psycho-) Thriller mit Horrorelementen, der zum (Frauen-)Gefängnisfilm mutiert, in dem k

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