Das Urteil - Jeder ist käuflich

Gerichtsfilm | USA 2003 | 128 Minuten

Regie: Gary Fleder

Die Verfilmung eines Erfolgsromans will im Rahmen eines Gerichtsdramas anhand der Arbeit von so genannten Jury-Beratern Besonderheiten und Irrwege der amerikanischen Rechtsprechung transparent machen. Die Helfer beider Seiten versuchen mit legalen wie illegalen Mitteln, den Ausgang eines Prozesses schon im Vorfeld zugunsten ihrer Mandanten zu beeinflussen. Der von überzeugenden Darstellern getragene Film verdichtet sich mitunter zu einem dichten Paranoia-Thriller, der mit den Mitteln des Populärkinos eine durchaus liberale politische Botschaft transportiert. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
RUNAWAY JURY
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2003
Regie
Gary Fleder
Buch
Brian Koppelman · David Levien · Rick Cleveland · Matthew Chapman
Kamera
Robert Elswit
Musik
Christopher Young · Steve Weisberg
Schnitt
William Steinkamp
Darsteller
John Cusack (Nicholas Easter) · Gene Hackman (Rankin Fitch) · Dustin Hoffman (Wendell Rohr) · Rachel Weisz (Marlee) · Bruce Davison (Durwood Cable)
Länge
128 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Gerichtsfilm | Literaturverfilmung

Heimkino

Die unfangreichen Extras enthalten u.a. einen dt. untertitelbaren Audiokommentar des Regisseurs sowie ein kommentiertes Feature mit 2 im Film nicht verwendeten Szenen (2 min.).

Verleih DVD
Fox (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Anonymes Familienglück, festgehalten auf Home-Video-Bildern. Dann fährt der Vater, den man eben noch bei der Familienfeier erlebte, ins Büro. Kurz darauf wird er erschossen, Opfer eines Amoklaufs. Für einen kurzen Moment hätte man glauben können, er sei der Held des Films. Auf den Vorspann folgt – „Zwei Jahre später“ – die Exposition. Ähnlich schnell, dynamisch und professionell, wie sich die Charaktere der Hauptfiguren erweisen, werden sie vorgestellt; es dominieren Ton und Atmosphäre einer etwas altmodischen Maschine, die bedächtig, aber unaufhaltsam in Fahrt kommt. Und schon ist man mitten drin im Genre des Gerichtsfilms, und zwar einer seiner spezielleren Ausprägungen: dem „Grisham-Film“. Ende der 1990er-Jahre waren die Verfilmungen der Bestseller von John Grisham derart en vogue, dass es mindestens einen „Grisham- Film“ pro Jahr gab. Grishams Vorlagen sind nicht nur nach demselben Erzählschema gestrickt – kleiner Underdog oder Einzelkämpfer gegen den großen, bösen Apparat –, sie sind

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