Vergiss mein nicht! (2004)

Tragikomödie | USA 2004 | 115 Minuten

Regie: Michel Gondry

Ein Mann wird von seiner Geliebten verlassen. Da sie alle Erinnerungen an ihn löschen lässt, will er es ihr gleich tun und beauftragt dasselbe Unternehmen. Zunächst gelingt das Löschen, doch als es an schöne Erinnerungen geht, sucht sein Unterbewusstsein Schlupflöcher und lockt die "Löschtrupps" auf falsche Fährten, die bis in seine Kindheit reichen. Eine aberwitzige Tragikomödie über den Vorstellungskomplex "Gedächtnis/Erinnerung". Das überbordende Buch bietet unerschöpfliche Möglichkeiten und konfrontiert mit immer neuen, ungeahnten Wendungen. Getragen von überzeugenden Darstellern, eröffnet der Film einen philosophischen Liebesdiskurs und jongliert virtuos mit dem Potenzial des Kinos. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
ETERNAL SUNSHINE OF THE SPOTLESS MIND
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2004
Regie
Michel Gondry
Buch
Charlie Kaufman
Kamera
Ellen Kuras
Musik
Jon Brion
Schnitt
Valdis Oskarsdóttir
Darsteller
Jim Carrey (Joel Barish) · Kate Winslet (Clementine Kruczynski) · Kirsten Dunst (Mary) · Mark Ruffalo (Stan) · Elijah Wood (Patrick)
Länge
115 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Tragikomödie

Heimkino

Verleih DVD
Paramount (1:1.85/16:9/Dolby Digital 5.1/dts)
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Diskussion
Wäre es nicht eine gute Idee, wenn man sich am Ende einer Liebesbeziehung die Erinnerungen daran weglöschen lassen könnte, um sich so vor dem Schmerz des Verlustes zu schützen? Dies jedenfalls ist die Ausgangsidee von „Vergiss mein nicht!“, dem zweiten Spielfilm des Videoclip-Regisseurs Michel Gondry nach einem Drehbuch von Charlie Kaufman („Being John Malkovich“, fd 34 219), dessen erstaunliche Qualität daher rührt, dass er diesen Gedanken differenziert und konzentriert durchdekliniert und mit allerlei Volten überrascht.

Am Anfang steht eine Ausbruchsfantasie. Eines Morgens, es ist der Valentinstag, beschließt der melancholische Joel Barish beim Warten auf den Vorstadtzug, der ihn ins Büro bringen soll, den Bahnsteig zu wechseln. So fährt er nach Montauk, an die Küste. Dort ist es zwar auch erbärmlich trist, aber er begegnet einer jungen Frau, mit der er auf dem Heimweg ins Gespräch kommt. Sie heißt Clementine Kruczynski und wird – soviel vorweg – von Kate Winslet bezaubernd gespielt. Die beiden verbringen eine Nacht zusammen, eine romantische Liebesgeschichte beginnt. Doch bereits in der nächsten Szene sieht man Joel weinend im Auto sitzen: Nach fast zwei Jahren hat sich das Paar getrennt. Clementine hat schon einen neuen Freund und scheint Joel nicht (mehr) zu kennen. Durch einen Zufall erfährt er, dass Clementine bei der Firma „Lacuna“ sämtliche Erinnerungen an ihn hat löschen lassen. Joel sucht die Firma auf und beauftragt sie, bei ihm dasselbe zu tun. Das Prozedere des Löschens ist vergleichbar der Psychoanalyse: Jede Erinnerung muss einzeln, ch

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