Charlie und die Schokoladenfabrik (2005)

Literaturverfilmung | USA/Großbritannien 2005 | 106 Minuten

Regie: Tim Burton

Als einer von fünf glücklichen Gewinnern darf ein kleiner, in ärmlichen Verhältnissen aufwachsender Junge den clownesken Schokoladenfabrikanten Willy Wonka treffen und mit ihm und den anderen vier Kindern durch sein abenteuerliches Werk wandern. Am Ende der Führung, während der die Charaktere der Kinder genau unter die Lupe genommen werden, winkt einem von ihnen eine große Belohnung. Zuckersüßes Filmmärchen nach einer Vorlage von Roald Dahl. Dank der selbstparodistische Züge tragenden, von überbordender Fantasie und einem charismatischen Hauptdarsteller beseelten Adaption gelingt eine emotionale, aber auch intellektuelle Achterbahnfahrt, die für Kinder und Erwachsene gleich faszinierend ist. - Sehenswert ab 8.

Filmdaten

Originaltitel
CHARLIE AND THE CHOCOLATE FACTORY
Produktionsland
USA/Großbritannien
Produktionsjahr
2005
Regie
Tim Burton
Buch
John August
Kamera
Philippe Rousselot
Musik
Danny Elfman
Schnitt
Chris Lebenzon
Darsteller
Johnny Depp (Willy Wonka) · Freddie Highmore (Charlie Bucket) · David Kelly (Grandpa Joe) · Helena Bonham Carter (Mrs. Bucket) · Noah Taylor (Mr. Bucket)
Länge
106 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 8.
Genre
Literaturverfilmung

Heimkino

Der Film ist als DVD und BD in diversen Umverpackungen erhältlich. Die Standardausgabe (DVD) enthält keine erwähnenswerten Extras. Die Extras der BD und der Special Edition (2 DVDs) umfassen u.a. einen Audiokommentar des Regisseurs, eine separate Tonspur mit der Filmmusik von Danny Elfman sowie die sehenswerte Kurzdokumentation "Der fantastische Roald Dahl" (18 Min.). Die Extras der BD enthalten des Weiteren ein Bild-im-Bild-Feature, in dem Interviews und Informationsfeature zum laufenden Film abgerufen werden können.

Verleih DVD
Warner (16:9, 1.85:1, DD6.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Warner (16:9, 1.78:1, DTrueHD engl., DD5.1 dt.)
DVD kaufen
Diskussion
Die schönsten Geschichten handeln von Grenzerfahrungen; sie greifen immer ein wenig über das Fassbare hinaus, auch auf die Gefahr hin, den Leser zunächst zu überfordern. Richten sie sich an Kinder, gilt das umso mehr. So sind die Monster in „James und der Riesenpfirsich“ (fd 32 025) gruseliger als erwartet, und die Oberhexe in „Hexen hexen“ (fd 28 363) erscheint selbst Erwachsenen albtraumhaft. Den englischen Aphorismus „No Pain, no gain“ (Kein Schmerz, kein Fortschritt) hat der Waliser Roald Dahl in seinen Geschichten schon immer berücksichtigt; wer sich von seinen Werken bezirzen ließ, blieb nicht ungeschoren. Gleiches kann man auch von den Filmen Tim Burtons behaupten, weshalb es eigentlich verwunderlich ist, dass es nicht schon viel früher zu einer Zusammenarbeit beider Geister gekommen ist (bei „James und der Riesenpfirsich“ fungierte Burton lediglich als Produzent). Denkt man an Pee-wees kopfstehendes Abenteuerland, die Scherenhände von Edward, die Weltfremdheit von Ed Wood oder die träumerische Fantasie von Ed Bloom aus „Big Fish“ (fd 36 429), so liegt es auf der Hand

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