Jarhead - Willkommen im Dreck

- | USA 2005 | 122 Minuten

Regie: Sam Mendes

Eine Einheit blutjunger Marines wird in den (ersten) Golfkrieg abkommandiert, ohne dort jemals zum Einsatz zu kommen. Die Frustration der Männer und deren Abreaktion stehen im Mittelpunkt eines Films, der die mentale Hölle des Wartens auf eine Schlacht, die nie stattfindet, beschreiben will. Politisch uninteressiert, bleibt die Handlung in vordergründiger, zwischen Grobschlächtigkeit und Ästhetisierung schwankender Beschreibung der Situation stecken. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
JARHEAD
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2005
Regie
Sam Mendes
Buch
William Broyles jr.
Kamera
Roger Deakins
Musik
Thomas Newman · Tom Waits
Schnitt
Walter Murch
Darsteller
Jake Gyllenhaal (Swoff) · Scott MacDonald (D.I. Fitch) · Peter Sarsgaard (Troy) · Chris Cooper (Lieutenant Colonel Kaczynski) · Lucas Black (Kuhn)
Länge
122 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.

Heimkino

Die Extras der Standard Edition umfassen u.a. einen dt. untertitelbaren Audiokommentar des Regisseurs, einen dt. untertitelbaren Audiokommentar von Drehbuchautor William Broyles Jr. und dem Autor der Vorlage Anthony Swofford sowie ein vom Regisseur und vom Cutter Walter Murch kommentiertes Feature mit elf im Film nicht verwendeten Szenen (19 Min.). Die Special Edition (2 DVDs) enthält zudem eindrückliche Dokumentationen zum Film sowie Sekundärmaterial zum Thema (insgesamt in einer Länge von 98 Min.). Die Special Edition ist mit dem Silberling 2006 ausgezeichnet.

Verleih DVD
Universal (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
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Diskussion
Sam Mendes hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: „Jarhead“ will ein Film über einen Krieg sein, der schon zu Ende war, bevor er richtig begann. Der Originaltitel verweist auf einen Spitznamen für amerikanische Marines, in deren Köpfen mehr vorgeht als auf dem Kriegsschauplatz. Hatte David O. Russell Ironie zum Leitfaden seiner Darstellung des ersten Golfkriegs gemacht („Three Kings“, fd 34 098) und Werner Herzog sich stilisierend auf die apokalyptischen Bilder brennender Ölfelder beschränkt („Lektionen in Finsternis“, 1991), so strebt Mendes die naturalistische Existenzbeschreibung von blutjungen Soldaten an, die „dumm genug waren, einen Vertrag (mit der Armee) zu unterschreiben.“ Wer eine Auseinandersetzung mit der Irak-Politik erwartet, sitzt im falschen Film. Auch wer einen Kriegsfilm vorzufinden hofft, wird enttäuscht. Der Krieg, auf den die Sol

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