Emmas Glück

Tragikomödie | Deutschland 2006 | 103 Minuten

Regie: Sven Taddicken

Eine junge, resolut-robuste Schweinezüchterin begegnet einem introvertierten, unheilbar an Krebs erkrankten Autoverkäufer. Ihre zunächst eher kuriose Beziehung reift zur leidenschaftlichen, von tiefem Vertrauen geprägten Liebe, die ihnen hilft, ihre jeweiligen Lebens- und Todesängste zu meistern. Die Fabel wechselt zwischen einfühlsam-poetischen und slapstickartigen Momenten im Stil einer Comedy-Posse. Dabei wird das zentrale Thema der humanen Sterbehilfe jedoch nie vertieft und eher als schicke, kitschig-pathetische "Vision" verklärt. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2006
Regie
Sven Taddicken
Buch
Ruth Toma · Claudia Schreiber
Kamera
Daniela Knapp
Musik
Christoph Blaser · Steffen Kahles
Schnitt
Andreas Wodraschke
Darsteller
Jördis Triebel (Emma) · Jürgen Vogel (Max) · Martin Feifel (Hans) · Hinnerk Schönemann (Henner) · Karin Neuhäuser (Lene)
Länge
103 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Tragikomödie

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. einen Audiokommentar des Regisseurs, ein kommentiertes Feature mit im Film nicht verwendeten Szenen sowie den Kurzfilm "Schäfchen zählen!" von Sven Taddicken.

Verleih DVD
Pandora (16:9, 2.35:1, DD5.1 dt.)
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Diskussion
Emma züchtet Schweine. Die junge, resolut-robuste, auch körperlich starke Einzelgängerin auf einem heruntergekommenen Bauernhof, dessen Pacht sie allerdings nicht mehr bezahlen kann, kümmert sich respektvoll, fast zärtlich um die Tiere, die sie groß zieht – und tötet. Dabei schenkt sie ihnen ein angst- und stressfreies Ende: trotz des Blutes, das fließt, als Emma einem Schwein die Kehle durchschneidet, ist dies ein geradezu „idyllischer“ Moment im Arbeitsablauf. Emma lebt irgendwo auf dem Land in „Hessisch-Sibirien“, wie es im Roman von Claudia Schreiber heißt; ein Land, in dem man „wie ein russischer Eisangler tiefe Löcher ins Packeis bohren muss, um auf Gastfreundschaft, Güte und Toleranz zu treffen“. Inmitten dieser Einöde gilt die allein stehende Emma bei den Dorfmenschen als eine Art Outlaw, doch sie selbst ist „ganz und gar daheim“: sich selbst genügend, auf niemanden angewiesen, zumindest seelisch autark. Während sie zu Beginn „sanft“ ein Schwein schlachtet, dringen bereits die parallel

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