Schwere Jungs (2006)

Sportfilm | Deutschland 2006 | 94 Minuten

Regie: Marcus H. Rosenmüller

Anlässlich der Winter-Olympiade in Oslo 1952, an der erstmals die Bundesrepublik Deutschland teilnehmen darf, raufen sich die seit Kindertagen verfeindeten Piloten der beiden westdeutschen Viererbob-Teams zusammen, um der Nation einen Sieg zu schenken. Sport-Komödie, die sich mit viel Lust dem Retro-Look der 1950er-Jahre verschrieben hat, wobei die Rivalitäts- und Beziehungsgeschichten von ausgesuchter Harmlosigkeit sind und sich nur gelegentlich parodistische oder gar politische Untertöne einmischen. Durchaus stilsicher arbeitet der Film mit den Mitteln des trivialen Unterhaltungskinos jener Zeit, erliegt dabei aber allzu oft selbst dessen spießiger Muffigkeit. - Ab 12.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2006
Regie
Marcus H. Rosenmüller
Buch
Philipp Roth
Kamera
Torsten Breuer
Musik
Gerd Baumann
Schnitt
Anne Loewer
Darsteller
Sebastian Bezzel (Gamser) · Michael A. Grimm (Franzl) · Simon Schwarz (Leusl Peter) · Bastian Pastewka (von Hase) · Lisa Maria Potthoff (Gerdi)
Länge
94 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 12.
Genre
Sportfilm | Komödie

Heimkino

Verleih DVD
Highlight (16:9, 2.35:1, DD5.1 dt., dts dt.)
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Diskussion
„Kann man naiv werden?“ So fragte Gertrud Koch 1985 in einer höchst lesenswerten ideologiekritischen Polemik (in „Frauen und Film“, # 38) gegen „das wabernde Gemeinschaftsgefühl“ in Edgar Reitz‘ „Heimat“. Dass man sich an diesen Text erinnert, liegt zunächst an des Kritikers Verwirrung, denn Regisseur Marcus H. Rosenmüller („Wer früher stirbt, ist länger tot“, fd 37 745) beginnt seinen Bobfahrer-Film „Schwere Jungs“ mit einer Informationsdichte und so viel bayerischem Lokalkolorit, dass einem Nicht-Bayern ganz schwummrig wird von all den Franzls, Gustls und Leusls und ihren kleinen und großen Konflikten, die der Film wie aus einem Handbuch für Filmexpositionen versammelt. Dabei ist die erzählte Geschichte ganz einfach: Seit Kindertagen, also seit der Winter-Olympiade von Garmisch 1936, sind Brauerei-Besitzerssohn Dorfler und Schreinermeister Gamser verfeindete Erzrivalen. Gamser ist der Loser des Dorfs, der sich durch seinen verstockten

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