Biopic | USA/Frankreich/Großbritannien 1991/92 | 144 Minuten

Regie: Richard Attenborough

Das Leben des Charlie Chaplin, von seinen Londoner Jugendjahren über die Karriere in Hollywood bis hin zum unfreiwilligen Schweizer Asyl - ein detailverliebter, hervorragend fotografierter Bilderbogen, der neben den zahlreichen skandalumwitterten Amouren des Komikers auch dessen aufrechte politische Haltung in einem reaktionären Amerika beleuchtet. Der Verzicht auf starke Emotionalisierungen sorgt für eine gewisse Distanz zum Geschehen, die aber das Vergnügen an der liebevollen und besonders in der Hauptrolle brillant interpretierten Hommage nicht mindert. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
CHAPLIN
Produktionsland
USA/Frankreich/Großbritannien
Produktionsjahr
1991/92
Regie
Richard Attenborough
Buch
William Boyd · Bryan Forbes · William Goldman
Kamera
Sven Nykvist
Musik
John Barry
Schnitt
Anne V. Coates
Darsteller
Robert Downey jr. (Charlie Chaplin) · Geraldine Chaplin (Hannah Chaplin) · Dan Aykroyd (Mack Sennett) · Anthony Hopkins (George Hayden) · Moira Kelly (Hetty Kelly/Oona O'Neill)
Länge
144 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Biopic | Literaturverfilmung

Heimkino

Verleih DVD
VCL (1.85:1, DD5.1 dt.); Kinowelt (16:9, 1.85:1, DD2.0 engl./dt.)
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Diskussion
Eigentlich ein "sicherer" Filmstoff: die Titelfigur mil dem Schnurrbart, der Melone, der abgewetzten Kleidung, dem Stöckchen und den überdimensionalen Latschen kennt jedes Kind. Er. der wie kein anderer Komiker Filmgeschichte geschrieben hat, hat, wie Jacques Tati einmal formulierte, ein Werk hinterlassen, das "immer zeitgemäß und doch ewig" ist. Und da man über sein filmisches Schaffen getrost das Adjektiv "menschlich" setzen kann, war es fast folgerichtig, daß sich sein Landsmann Richard Attenborough der Verfilmung seines Lebens widmen würde, hatte er doch mit "Gandhi" schon einmal einem "Humanisten" ein filmisches Denkmal gesetzt. Um so erstaunter vernahm man aus den USA die Kunde, daß der Film "Chaplin" dort bei Publikum und Presse durchgefallen sei. Sollte der heutigen. mit oberflächlicher "Action" verdorbenen Kinogeneration die Wertschätzung für einen der Urahnen des mittlerweile so inflationär mißbrauchten Mediums verlorgengegangen sein? Vielleicht hat Attenborough aber auch zu wenig den "Zeitgeist" beachtet, als er seine Chaplin-Biografie konzipierte und wenig Wert auf eine exzessive optische Ausschmückung des an politischen und privaten Skandalen reichen Lebens seines "Helden" legte.

"Chaplin" ist ein im positiven Sinn altmodischer Film, der chronologisch die Lebensgeschichte des genialen Komikers nachzeichnet: Es beginnt mit dem e

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