Blau ist eine warme Farbe

Drama | Frankreich/Spanien/Belgien 2013 | 180 Minuten

Regie: Abdellatif Kechiche

Eine französische Schülerin aus einfachen Verhältnissen verliebt sich in eine Kunststudentin mit blauen Haaren. Nach ihrem Schulabschluss nimmt sie ein pädagogisches Studium auf und zieht zu ihrer Geliebten. Das Gefälle zwischen den Milieus macht sich jedoch bald bemerkbar. Eine intensive Adaption einer Graphic Novel, die mit außerordentlicher filmischer Kraft die Geschichte einer erschütternden ersten Liebe einfängt. Die mitreißende, sensualistische Inszenierung lässt unmittelbar an den Erfahrungen der Protagonistin teilhaben, erliegt aber doch auch schematischen Mustern, wenn es um die Klassenverhältnisse oder um Sex/Körper geht. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
LA VIE D'ADÈLE
Produktionsland
Frankreich/Spanien/Belgien
Produktionsjahr
2013
Regie
Abdellatif Kechiche
Buch
Abdellatif Kechiche · Ghalia Lacroix
Kamera
Sofian El Fani
Schnitt
Ghalia Lacroix · Albertine Lastera · Camille Toubkis · Jean-Marie Lengellé
Darsteller
Léa Seydoux (Emma) · Adèle Exarchopoulos (Adèle) · Salim Kechiouche (Samir) · Jérémie Laheurte (Thomas) · Catherine Salée (Adèles Mutter)
Länge
180 Minuten
Kinostart
19.12.2013
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Drama | Liebesfilm

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. längere Interviews mit Abdellatif Kechiche (19 Min.), Adele Exarchopoulos (16 Min.) und Lea Seydoux (16 Min.) sowie ein Feature mit drei im Film nicht verwendeten Szenen (8 Min.).

Verleih DVD
Alamode (16:9, 2.35:1, DD5.1 frz./dt.)
Verleih Blu-ray
Alamode (16:9, 2.35:1, dts-HDMA frz./dt.)
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Diskussion
Adèle gilt als „gefräßig“; zumindest sagt ihr das Emma, ihre Geliebte, einmal. Adèle zeigt tatsächlich einen gesteigerten Appetit: beim Essen von Spaghetti gibt sie laut schmatzende Geräusche von sich, und als sie einmal in Tränen ausbricht, zieht sie umgehend eine Kiste mit Süßigkeiten unter dem Bett hervor, um sich mit einem Schokoladenriegel zu trösten. Es gibt in „Blau ist eine warme Farbe“ einen ziemlich nahtlosen Übergang von kulinarischem Genuss und sexuellem Begehren, wobei die Adèle zugeschriebene Gefräßigkeit auch eine Eigenschaft des Films ist. Denn der französische Regisseur Abdellatif Kechiche nähert sich seiner Hauptfigur bevorzugt in hemmungslos in Besitz nehmenden Einstellungen und Close-Ups, die sie fast verschlingen. Besonders ihr Mund hat es Kechiche angetan: Adèles offen stehender staunender und lächelnder, ihr schmatzender, mampfender, küssender, saugender und schluchzender Mund. „Blau ist eine warme Farbe“ ist die Verfilmung der gleichnamigen Graphic Novel von Julie Maroh. Es ist die Ge

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