Drama | USA/Großbritannien 2013 | 135 Minuten

Regie: Steve McQueen

Beruhend auf den Memoiren von Solomon Northup, erzählt der Film die Geschichte eines Afroamerikaners, der in den USA des 19. Jahrhunderts als freier Mann in den Nordstaaten lebt, bis er entführt und als Sklave in die Südstaaten verkauft wird. Dort droht er unter der Unterdrückung und Entmenschlichung zu zerbrechen, bis es ihm gelingt, eine Nachricht an seine Familie zu übermitteln, die für seine Befreiung sorgt. Regisseur Steve McQueen fokussiert darauf, was Sklaverei mit Menschen anrichtet. Der emotionalen Wucht des Stoffs steuert er durch vielschichtige Figuren und eine kluge Inszenierung entgegen, die Raum zum Nachdenken jenseits unmittelbarer emotionaler Reaktionen schafft. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
12 YEARS A SLAVE
Produktionsland
USA/Großbritannien
Produktionsjahr
2013
Regie
Steve McQueen
Buch
John Ridley
Kamera
Sean Bobbitt
Musik
Hans Zimmer
Schnitt
Joe Walker
Darsteller
Chiwetel Ejiofor (Solomon Northup) · Michael Fassbender (Edwin Epps) · Lupita Nyong'o (Patsey) · Brad Pitt (Samuel Bass) · Paul Giamatti (Theophilus Freeman)
Länge
135 Minuten
Kinostart
16.01.2014
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Drama | Historienfilm

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. ein Feature über die Stoff-Entwicklung vom Buch zum Film (40 Min.). Die DVD enthält wenige Kurzfeatures zu Teilaspekten des Films (insgesamt 14 Min.). Die BD enthält ein umfangreicheres Sortiment u.a. über die Filmmusik (insgesamt 23 Min.).

Verleih DVD
Tobis/Universal (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Tobis/Universal (16:9, 2.35:1, dts-HDMA engl./dt.)
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Diskussion
Die schwarzen Männer haben Macheten in der Hand, mit denen sie das Zuckerrohr schneiden. Trotzdem wagt es der schmächtige Weiße, sie mit einem Spottlied zu reizen. Er verschwendet keinen Gedanken daran, dass einem der Männer aus Zorn die Machete ausrutschen könnte. Zu Recht: Die Männer ertragen die degradierenden Verse mit der Geduld von Lämmern. Eine andere Szene: Im Hintergrund sind die Hütten der Sklaven auf einer Plantage und das alltägliche Kommen und Gehen zu sehen. Im Vordergrund: Ein großer Baum; an einem Ast hängt ein Seil, und in der Schlinge am Ende steckt der Kopf eines schwarzen Mannes. Die Füße des Gehenkten können gerade noch so den Boden berühren, sodass er nicht erstickt; befreien kann er sich nicht, da seine Hände gefesselt sind. Das Perfide in dieser Einstellung: Es ist, als hätten Vorder- und Hintergrund nichts miteinander zu tun. Obwohl die weißen Henker längst verschwunden sind, traut sich keiner der anderen Sklaven, dem Gehenkten zu Hilfe zu kommen. Als eine Frau es irgendwann doch wagt, dem Mann wenigstens etwas Wasser zu bringen, tut sie das in ängstlicher Hast und sucht gleich wieder d

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