Dokumentarfilm | Österreich/Belgien/Frankreich 2016 | 92 Minuten

Regie: Robert Schabus

Die industrielle Agrarproduktion in Europa gehorcht der selbstzerstörerischen Maxime von Spezialisierung und Expansion, verstärkt durch die Globalisierung und die außer Kontrolle geratene Futtermittelindustrie. Der Dokumentarfilm ist eine kritische Bestandsaufnahme aktueller Tendenzen, befragt Landwirte, Politiker, Lobbyisten und Kritiker und zeichnet dabei ein düsteres Bild. Gegen eine ruinöse Strukturkrise, die allein der neoliberalen Ratio geschuldet ist, setzt er als einzige Alternative die Utopie einer nachhaltigen, kleinteiligen, flexiblen und transparenten Landwirtschaft mit Selbstvermarktung.

Filmdaten

Originaltitel
BAUER UNSER
Produktionsland
Österreich/Belgien/Frankreich
Produktionsjahr
2016
Regie
Robert Schabus
Buch
Robert Schabus
Kamera
Lukas Gnaiger
Schnitt
Paul-Michael Sedlacek · Robert Schabus
Länge
92 Minuten
Kinostart
23.03.2017
Fsk
ab 0; f
Genre
Dokumentarfilm
Diskussion
Es gibt in dieser materialreichen Dokumentation von Robert Schabus eine Szene, die vielleicht die Crux von derlei filmischen Aufklärungsbemühungen auf den Punkt bringt, gerade weil man sie auch schon so häufig gesehen, gelesen und gehört hat. Es geht darum, dass die Verbraucher, direkt befragt, stets versichern, dass sie beim Einkauf ihrer Lebensmittel selbstverständlich schon auf die ökologische Korrektheit bedacht seien. Um dann am Ende doch beim Discounter einzukaufen, weil hier das Geld gespart wird, dass für prestigeträchtigere Waren benötigt wird. Kein Fernsehabend, an dem nicht auf irgendeinem Programm ein Fernsehkoch von den Produktqualitäten artgerechter Haltung schwärmt, die man sich auch leisten könne, wenn zum Beispiel der Verzehr von Fleisch oder Fisch etwas Besonderes und eben nicht

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