Tragikomödie | Deutschland 2017 | 102 Minuten

Regie: André Erkau

Ein sorg- und gedankenlos in den Tag lebender Langzeitarbeitsloser mit Punk-Attitüde kann sich nicht länger dem „System“ verweigern, als ihn seine Sachbearbeiterin mit der Diagnose „Burnout“ zur Therapie verdonnert. In einer Klinik begegnet er einigen wirklich psychisch Kranken, die dringend der Heilung, aber auch seiner Zuneigung und Freundschaft bedürfen. Sanft-dramatische Komödie, die mit guten Darstellern und inszenatorisch leichter Hand um Themen wie Lebensangst und Daseinsflucht kreist, wobei sie, ohne allzu tief zu loten, aber sympathisch-skurril an mehr Verständnis sowie an Mit- und Selbstwertgefühl appelliert. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2017
Regie
André Erkau
Buch
Gernot Gricksch
Kamera
Ngo The Chau
Musik
Daniel Hoffknecht
Schnitt
Uta Schmidt
Darsteller
Wotan Wilke Möhring (Fussel) · Anke Engelke (Alexandra) · Julia Koschitz (Merle) · Michael Wittenborn (Günther) · Kostja Ullmann (Datty)
Länge
102 Minuten
Kinostart
27.04.2017
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Tragikomödie

Heimkino

Die Standardausgabe (DVD) enthält keine erwähnenswerten Extras. Die Extras der BD umfassen indes u.a. einen Audiokommentar des Regisseurs und des Hauptdarstellers Wotan Wilke Möhring sowie ein Feature mit im Film elf nicht verwendeten Szenen (16 Min.) sowie ein ausführliches "Making of" (30 Min.). Die BD-Edition ist mit dem Silberling 2017 ausgezeichnet.

Verleih DVD
Warner (16:9, 2.35:1, DD5.1 dt.)
Verleih Blu-ray
Warner (16:9, 2.35:1, DD5.1 dts-HDMA)
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Diskussion
Für einen kleinen Moment trägt die Illusion, bevor sie durchschaubar wird und ein Stück weit den liebenswerten, aber doch auch fatalen Selbstbetrug von Alt-Punk Fussel vorwegnimmt: Der arbeitsscheue Lebenskünstler Anfang 40 hat mitten in seiner kleinen Etagenwohnung ein Zelt aufgeschlagen, in dem er (vor entsprechender Fototapete) geborgen schläft wie in einem idyllischen Wald – bis ihn der Baustellenlärm der Großstadtstraße in die Realität zurückholt. Dann macht sich der sympathische Nichtstuer auf zum Arbeitsamt, um mit großartigen Geschichten Frau Linde, seine Sachbearbeiterin, einmal mehr um den Finger zu wickeln – denn Arbeit sucht Fussel nun wirklich nicht, eher (bezahlte) Wege, um sie zu umgehen. Diesmal aber steht dem Amt eine strenge Prüfung ins Haus, das Arrangement mit Frau Linde droht aufzufliegen. Der unpolitische „Systemverweigerer“ erhält ein Arbeitsunfähigkeitsattest zugestellt, verbunden mit der Auflage, sich wegen Burnout in einer Klinik stationär behandeln zu lassen. Un

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