Twin Peaks (2017)

Drama | USA 2017 | 990 (18 Folgen) Minuten

Regie: David Lynch

Eine Fortführung der Kultserie "Twin Peaks" um die gleichnamige Kleinstadt, die vom Mord an einer jungen Frau erschüttert wurde. Regisseur David Lynch nutzt das Serien-Universum zur Experimentierwerkstatt, in die Jahrzehnte seines Schaffens, Musik, Malerei und Film einfließen; die Stadt Twin Peaks ist nicht mehr der Hauptschauplatz, sondern eine Art Portal zu zahllosen anderen Welten. Erzählt wird u.a. von einer Rückkehr des buddhistischen New-Age-Agenten Dale Cooper, den Aktivitäten des FBI, mysteriösen Mordfällen und trivialen Alltagserlebnissen. Jeder Mensch, jedes Objekt, ja, sogar jede Idee kann Ursprung einer neuen Geschichte werden; Figuren existieren in verschiedenen Versionen. Ein berauschend-intensives Serienerlebnis jenseits aller narrativen Konventionen. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
TWIN PEAKS
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2017
Regie
David Lynch
Buch
Mark Frost · David Lynch
Kamera
Peter Deming
Musik
Angelo Badalamenti
Schnitt
Duwayne Dunham · David Lynch
Darsteller
Kyle MacLachlan (Dale Cooper) · Sheryl Lee (Laura Palmer) · Mädchen Amick (Shelly Johnson) · Kimmy Robertson (Lucy Moran) · Russ Tamblyn (Dr. Lawrence Jacoby)
Länge
990 (18 Folgen) Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama | Krimi | Mystery-Film

Heimkino

Die DVD Edition bietet die Serie mit lediglich abgespeckten Extras. Die mustergültige Blu-ray Edition (8 Disk) im festen Pappschuber bietet indes eine Fülle an Bonusmaterial: U.a. die Die Featurettes „Twin Peaks: Phenomenon“ (15 Min.), „Comic-Con 2017: Twin Peaks Panel“ (62 Min.), „A Very Lovely Dream: One Week in Twin Peaks“ (27 Min.), „Richard Beymer Films“ (58 Min.) sowie das fünfstündige Making Of „Impressions: A Journey Behind the Scenes of 'Twin Peaks'“. Nur die BD-Edition ist mit dem Silberling 2018 ausgezeichnet.

Verleih DVD
Paramount (16:9, 1.78:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Paramount (16:9, 1.78:1, dts-TrueHD engl., dts dt.)
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Diskussion
Die Wunden waren zu tief, die Zeit hat nicht eine geheilt. Vor 27 Jahren begann „Twin Peaks“ mit einem kollektiven Trauma, das alles aus dem Gleichgewicht brachte: dem Mord an der jungen Laura Palmer. Ursprünglich wirkte die Kleinstadt, die der Serie ihren Namen gibt, noch merkwürdig in der Zeit erstarrt. Sie schien außerhalb der bekannten Geschichte zu bestehen, ein Ort, an dem alle Jahrzehnte von den 1940er- bis zu den 1990er-Jahren nebeneinander existierten. In den oftmals wie in einer Seifenoper gefilmten Schauplätzen, Americana-Konfektionsware wie eine kleine High School, ein Sägewerk oder ein Diner war ein Geist von idyllischer Routine zu spüren. Doch mit dem Mord verlor alles die Unschuld. Oder präziser: Die Illusion von Unschuld verschwand, und die allgegenwärtige Verderbtheit wurde sichtbar. Die Norman-Rockwell-Fassade sprang auf und gab den Blick auf eine düstere, fremdartige Wirklichkeit frei. Albtraum-Landschaften voller Blut, Schmerz, Angst und Verzweiflung, beherrscht von finsteren Mächten und Geisterwesen. Doch diese Dunkelheit war nie allumfassend und erdrückend. „Twin Peaks“ war stets Chaos auf der Suche nach Equilibrium. Zwei Herzen schlagen in der Brust der Serie, sie wird bestimmt von verschiedenen Dualismen: zwischen Gut und Böse, „Black Lodge“ und „White Lodge“, Monster und Menschen. Stadt und Land, modernem Hyperkapitalismus und Traditionsbetrieben, schrulligem Humor und fi

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