3 Tage in Quiberon

Biopic | Deutschland/Österreich/Frankreich 2017 | 116 Minuten

Regie: Emily Atef

Im März 1981 befindet sich die 43-jährige Schauspielerin Romy Schneider zu einer Entziehungskur in der Bretagne. Als ein deutscher Journalist und ein Fotograf sie zu einem Interview drängen, lässt sie sich zögerlich darauf ein, doch zeigt sich bald, dass die Pressevertreter ihre innere Zerrissenheit zwischen Depressionen und dem Drang nach öffentlicher Aufmerksamkeit für ihre Zwecke ausnützen wollen. Auf eine authentische Begebenheit zurückgehende Filmbiografie, die dank einer hingebungsvoll in ihrer Rolle aufgehenden Hauptdarstellerin eine intime Nähe zu ihrer Protagonistin aufbaut. Dabei belässt es der stilvolle Schwarz-weiß-Film allerdings bei der Deutung von Romy Schneider als Opfer entfesselter Medien, statt ihren Status als Frau mit unlösbaren Widersprüchen auszuloten.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland/Österreich/Frankreich
Produktionsjahr
2017
Regie
Emily Atef
Buch
Emily Atef
Kamera
Thomas W. Kiennast
Schnitt
Hansjörg Weissbrich
Darsteller
Marie Bäumer (Romy Schneider) · Birgit Minichmayr (Hilde Fritsch) · Charly Hübner (Robert Lebeck) · Robert Gwisdek (Michael Jürgs) · Denis Lavant (Fischer-Poet)
Länge
116 Minuten
Kinostart
12.04.2018
Fsk
ab 0; f
Genre
Biopic | Drama
Diskussion

Selten herrscht beim Deutschen Filmpreis eine derartige Einigkeit. Der biografische Film über das Lebensende von Romy Schneider geht gleich mit zehn Nominierungen ins Rennen, mehr als jeder andere Film in diesem Jahr. Man hat beinahe den Eindruck, dass die aus dem Adenauer-Deutschland geflüchtete Sissi-Darstellerin posthum nun endlich mit der ihr damals verweigerten Anerkennung überschüttet werden soll, für den anderen, französischen Teil ihres Lebenswerks. Der umgibt „3 Tage in Quiberon“ wie ein zarter, wärmender Schleier. Und doch ist die Ernte an filmischen Meisterwerken längst eingefahren. Die nicht abreißenden privaten Tragödien sind es noch nicht.

Romy Schneider, mit großem Willen zur Selbs

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