Drama | Deutschland 2017 | 89 Minuten

Regie: Titus Selge

Adaption von Michel Houellebecqs umstrittenem Roman über ein Frankreich der nahen Zukunft, in dem ein islamistischer Präsident regiert und Patriarchat und Polygamie in der Gesellschaft eingeführt hat. Wie viele verliert auch ein Literaturwissenschaftler seine Dozentenstelle, doch bietet sich ihm die Aussicht, diese durch eine Konversion zum Islam wiederzuerlangen. Seine wenigen verbliebenen Ziele und Hoffnungen erscheinen dem zynischen Mann allmählich immer kompatibler mit dem aufziehenden Regime. Die Verfilmung verteilt das Geschehen stimmig auf zwei gegensätzliche Handlungsräume: die qualmende, nahezu sturmreif geschossene Großstadt Paris und einen von einem überdimensionalen Kreuz dominierten Theater-Innenraum im Ortlosen. Vielschichtig lotet der Film die Untiefen seines provokanten Themas aus und wird vom souveränen Spiel Edgar Selges getragen. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2017
Regie
Titus Selge
Buch
Titus Selge
Kamera
Martin Farkas
Musik
Daniel Regenberg
Schnitt
Knut Hake
Darsteller
Edgar Selge (Edgar Selge / François) · Matthias Brandt (Rediger) · Bettina Stucky (Marie-Françoise Tanneur) · André Jung (Alain Tanneur) · Alina Levshin (Myriam)
Länge
89 Minuten
Kinostart
-
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Drama | Literaturverfilmung
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