Drama | Schweiz 2018 | 114 Minuten

Regie: Marcel Gisler

Drama um einen schwulen Nachwuchsfußballer, der seine erste große Liebe dem Traum von einer Profikarriere opfert und der Öffentlichkeit ein heterosexuelles Bilderbuchleben vorgaukelt. Der einfühlsam erzählte und hervorragend gespielte Liebes- und Fußballfilm vermittelt realistische Einblicke in die Welt des Profisports, die nach innen längst nicht so aufgeklärt ist, wie sie sich nach außen präsentiert. Die zurückhaltende Inszenierung vermittelt dabei glaubhaft das beklemmende Gefühl der Selbstverleugnung des Protagonisten. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
MARIO
Produktionsland
Schweiz
Produktionsjahr
2018
Regie
Marcel Gisler
Buch
Thomas Hess · Marcel Gisler · Frederic Moriette
Kamera
Sophie Maintigneux
Musik
Michael Duss
Schnitt
Thomas Bachmann
Darsteller
Max Hubacher (Mario Lüthi) · Aaron Altaras (Leon Saldo) · Jessy Moravec (Jenny Odermatt) · Jürg Plüss (Daniel Lüthi) · Doro Müggler (Evelyn Lüthi)
Länge
114 Minuten
Kinostart
18.10.2018
Fsk
ab 0
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Drama | Liebesfilm | Sportfilm

Heimkino

Die Edition enthält eine Audiodeskription für Sehbehinderte. Die DVD/BD enthält als Bonusmaterial u.a. ein "Making of" zu den Visual Effects und ein Interview mit Regisseur Marcel Gisler.

Verleih DVD
Pro-Fun (16:9, 1.78:1, DD5.1 dt.)
Verleih Blu-ray
Pro-Fun (16:9, 1.78:1, dts-HDMA dt.)
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Diskussion

„Ich bin schwul!“, titelte die britische Boulevardzeitung „The Sun“ im Oktober 1990 mit einem Foto des britischen Profi-Fußballers Justin Fashanu. Seitdem gilt Fashanu, der zuvor jahrelang ein quälendes Versteckspiel getrieben hatte, als erster Fußballprofi, der sich noch während seiner aktiven Karriere als homosexuell outete. Acht Jahre später erhängte sich Fashanu in seiner Garage. Ihm wurde vorgeworfen, einen Minderjährigen vergewaltigt zu haben. Ein Haftbefehl war auf ihn ausgestellt. Inwieweit ihn sein öffentliches Outing aus der Bahn geworfen hat, bleibt spekulativ. Fest steht jedoch, dass sich nach Fashanu kein weiterer aktiver Profifußballer in England zu seiner Homosexualität bekannte.

Auch in Deutschland rang sich der ehemalige Nationalspieler Thomas Hitzlsperger erst nach Ende seiner Spielerkarriere zu einem viel beachteten Outing durch. Sein ehemaliger Nationalmannschaftskollege Jens Lehmann gab danach ehrlich zu, dass er es „komisch“ gefunden hätte, wenn er das noch während seiner aktiven Zeit über seinen Mitspieler gewusst hätte: „In einer Fußballmannschaft ist es undenkbar, dass jemand das preisgibt. Ich weiß nicht, was ich gedacht hätte, wenn ich jemanden täglich beim Duschen oder bei Zweikämpfen erlebt hätte.“

Corny Littmann, der ehemalige Vereinspr

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