Biopic | USA 2019 | 112 Minuten

Regie: Dome Karukoski

Filmbiografie über die Kindheit, Jugend und frühen Erwachsenenjahre des britischen Alt-Philologen und Schriftstellers J.R.R. Tolkien (1892-1973). Das redliche und in Details durchaus effektvoll inszenierte Biopic trägt zentralen Aspekten von Tolkiens beruflichem Werdegang ebenso Rechnung wie der Beziehung zu seiner späteren Ehefrau und vermag auch Elemente seine akademischen Forschungsgebiete geschickt einfließen zu lassen. Überzogen ist dagegen der Rückbezug von Tolkiens Erlebnis des Ersten Weltkriegs zu seinem Hauptwerk „Der Herr der Ringe“, der arg simple Querverweise bemüht. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
TOLKIEN
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2019
Regie
Dome Karukoski
Buch
David Gleeson · Stephen Beresford
Kamera
Lasse Frank Johannessen
Musik
Thomas Newman
Schnitt
Harri Ylönen
Darsteller
Nicholas Hoult (J.R.R. Tolkien) · Derek Jacobi (Professor Wright) · Lily Collins (Edith Bratt) · Harry Gilby (J.R.R. Tolkien, jung) · Adam Bregman (Geoffrey Bache Smith, jung)
Länge
112 Minuten
Kinostart
20.06.2019
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Biopic | Drama

Heimkino

BD und DVD enthalten eine Audiodeskription für Sehbehinderte, allerdings nur in englischer Sprache. Die Extras umfassen u.a. einen Audiokommentar des Regisseurs sowie ein Feature mit acht im Film nicht verwendeten Szenen (13 Min.).

Verleih DVD
Fox (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Fox (16:9, 2.35:1, dts-HDMA engl., dts dt.)
DVD kaufen

Ein redliches Biopic über Kindheit, Jugend und die frühen Jahre des Schriftstellers J.R.R. Tolkien, in den er mit der „Tea Club and Barrovian Society“ einen treuen Freundeskreis um sich sammelt und in Edith Bratt die Liebe seines Lebens fand.

Diskussion

„Ich habe etwas gegen diese moderne Tendenz in der Kritik, mit ihrem übertriebenen Interesse an den Einzelheiten aus dem Leben von Schriftstellern und Künstlern. Sie lenken nur die Aufmerksamkeit vom Werk eines Autors ab.“ J.R.R. Tolkien, Verfasser vom „Silmarillion“, dem „Hobbit“ und „Der Herr der Ringe“, war erklärtermaßen kein Freund der biografischen Herangehensweise. Eine Filmbiografie, wie sie der finnische Regisseur Dome Karukoski mit „Tolkien“ verfolgt, wäre ihm wohl ein Gräuel gewesen. Was aber natürlich nicht gegen solch ein Projekt sprechen muss: Dass ein Autor lieber hinter seinem Werk unsichtbar bleiben würde, heißt noch lange nicht, dass das Wissen um biografische Rahmenbedingungen nicht doch interessante Schlaglichter auf die Beschaffenheit eines künstlerischen Kosmos werfen kann. Und ist es nicht tatsächlich seltsam und bedenkenswert, wie Tolkiens Biograph John Garth anmerkt, dass der Autor als junger Mann ausgerechnet im Ersten Weltkrieg anfing, in ersten Textentwürfen die mythische Welt von Mittelerde zu erschaffen, „mitten in jener allgemeinen Entzauberung, aus der die Moderne hervorging“?

Wie Garth in seinem Buch „Tolkien und der Erste Weltkrieg“ konzentrieren sich die Drehbuchautoren Da

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