Wir sind die Welle

Drama | Deutschland 2019 | Minuten

Regie: Anca Miruna Lăzărescu

Eine vom Roman „Die Welle“ von Morton Rhue aus den 1980er-Jahren und Dennis Gansels Verfilmung von 2008 inspirierte deutsche Serie um eine Gruppe von Schülern, die sich zusammentun, um etwas an den bestehenden gesellschaftlichen Missständen zu ändern. Der idealistische Aufstand gegen das Establishment mittels verschiedener Protestaktionen gewinnt jedoch eine Eigendynamik, die ins Bedrohliche umschlägt. Der Serie gelingt es eindrucksvoll, ihre jugendlichen Figuren und deren Lebensgefühl in einer sich radikalisierenden, von sozialen Schieflagen geprägten deutschen Gesellschaft einzuführen. Im Lauf der Handlung schafft sie es jedoch nicht, eine überzeugende Haltung zu dem politischen Aktionismus der Protagonisten zu finden. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2019
Regie
Anca Miruna Lăzărescu · Mark Monheim
Buch
Jan Berger · Kai Hafemeister · Ipek Zübert · Thorsten Wettcke
Kamera
Jan-Marcello Kahl
Musik
Heiko Maile
Schnitt
Ann Carolin Biesenbach · Piet Schmelz · Florian Drechsler · Marco Pav D'Auria · Friedemann Schmidt
Darsteller
Luise Befort (Lea Herst) · Ludwig Simon (Tristan Broch) · Michelle Barthel (Zazie Elsner) · Daniel Friedl (Hagen Lemmart) · Mohamed Issa (Rahim Hadad)
Länge
Minuten
Kinostart
-
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Drama | Serie | Thriller

Eine vom Roman "Die Welle" und von Dennis Gansels Verfilmung (2008) inspirierte deutsche Serie um eine Gruppe von Schülern, die sich angeführt von einem neuen Mitschüler zusammentun, um etwas an den bestehenden Zuständen zu ändern.

Diskussion

Am Anfang von „Wir sind die Welle“ ist man mittendrin. Ein Vorgeschmack auf die Geschichte, die über Haltung und Idealismus, Sinn und Wirksamkeit der Proteste, vor allem aber über deren Risiken und Gefahren erzählen möchte – und das alles bei den Jugendlichen von heute.

Doch bevor sie all das wirklich erzählt, rollt die Serie ein wenig zurück, beginnt von vorne, etabliert die Figuren und ihre Lebenswelt auf dynamische und reizende Art. Wir hören „Bury a Friend“ von Billie Eilish, der coolen Lieblingssängerin der modernen Teenager. Der Song ist trendy, verführerisch und depressiv düster. Der Schulalltag im fiktiven Meppersfeld klingt außerdem nach Santigold und Champyons, Slaves, Übersleep, Ali As und anderen. Was eine tolle Musikauswahl alles bewirken kann! Und dazu klingeln Wecker, Smartphones machen andauernd „kling“, Push-Benachrichtigungen lassen nicht locker, Displays leuchten, bunte Feeds wollen durchgescrollt werden. Der Rhythmus, der in dieser melodischen Gesamtheit entsteht, ist gefühlt eine feste Umarmung. Dieser Rhythmus hat etwas, er ist vertraut und straff wie Skinny Jeans, wie kurze, eng geschnittene Bomberjacken, die hier alle tragen. Wir befinden uns am „Geschwister-Scholl-Gymnasium“ in der deutschen Provinz.

Die gesellschaftliche Schieflage ist akut und sonnenklar

Der Dresscode ist alles. In „Wir sind die Welle“ hat sich der Head-Autor

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