Trainspotting - Neue Helden

Drama | Großbritannien 1995 | 94 Minuten

Regie: Danny Boyle

Eine Clique schottischer Heroin-Junkies bestreitet ihren Tagesablauf mit der unablässigen Suche nach Betäubungsmitteln, was sich als endloser Kampf um den nächsten Kick beziehungsweise die Mittel, sich Drogen zu verschaffen, darstellt. Erst als einer ins Gefängnis und ein anderer in den Entzug wandert, scheint der Teufelskreis durchbrochen zu werden. Eine bittere, mit ungewöhnlichen filmischen Mitteln erzählte Groteske, deren auf Überraschung und Überrumpelung zielende Dramaturgie gefangennimmt. Trotz der suggestiven Bebilderung der Drogenerfahrungen ein zugleich schockierendes und einfühlsames Porträt der Junkie-Szene. - Sehenswert.

Filmdaten

Originaltitel
TRAINSPOTTING
Produktionsland
Großbritannien
Produktionsjahr
1995
Regie
Danny Boyle
Buch
John Hodge
Kamera
Brian Tufano
Musik
Damon Albarn · Iggy Pop · Brian Eno · Blur · Elastica
Schnitt
Masahiro Hirakubo
Darsteller
Ewan McGregor (Mark Renton) · Ewen Bremner (Spud) · Jonny Lee Miller (Sick Boy) · Kevin McKidd (Tommy) · Robert Carlyle (Begbie)
Länge
94 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert.
Genre
Drama | Literaturverfilmung

Heimkino

Verleih DVD
Alligator DVD/e-m-s (FF, DD5.1 dt.)
DVD kaufen
Diskussion
Nimm den besten Orgasmus, den du je hattest, multiplizier ihn mit 1000, und du bist noch nicht einmal nah' dran." Die hymnische Rede ist von Heroin, dem Wunderzeug in den Adern, das Marc Renton und seine Clique in ekstatische Verzückung sinken läßt; der zerstörerischen Horrordroge, die in einen aussichtslosen Teufelskreis von Abhängigkeit und Beschaffungskriminalität zwingt und den Aussteigern Schwerstarbeit auferlegt, als hätten sie sich freiwillig zur Akkordarbeit unter Tage verpflichtet. In der Welt der Junkies und verlorenen Chaoten, die Danny Boyle mit einem furiosen Bildersturm auf die Leinwand brennt, wird der krasse Gegensatz zwischen euphorischen Glücksmomenten und dem permanenten Kampf um den nächsten Schuß höchstens mit einem Achselzucken quittiert: "Wer will noch Gründe, wenn man Heroin hat?" Was zählt, ist die sofortige Befriedigung, der augenblickliche Kick. Für andere Bedürfnisse bleibt in den heruntergekommenen Sozialwohnungen von Edinburgh wenig Raum; Versuche, von der Nadel wegzukommen, scheitern zumeist, und schafft es einer wider Erwarten doch einmal, eröffnen sich ständig neue Möglichkeiten zum Rückfall.

Renton, aus desse

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto

Kommentieren