Fokus auf die Frauen

Dienstag, 21.05.2019

Cannes 2019: Notizen zu den (Frauen-)Filmen „Portrait of a Lady on Fire“ von Céline Sciamma, „Adam” von Maryam Touzani und „La vie invisible d’Euridice Gusmão“ von Karim Aïnouz

Diskussion

Die #MeToo-Debatte hat auch in Cannes mehr in Bewegung gesetzt, als es die magere Zahl von nur vier Regisseurinnen im Wettbewerb vermuten lässt. So begegnet man in der diesjährigen Auswahl mehreren Werken, in den Frauen die zentralen Figuren sind oder Männer überhaupt keine Rolle mehr spielen. Auch wenn der Grund der Konflikte und Leiden, um die es in den Filmen geht, meistens weiterhin in der männerdominierten Welt liegt. Der Gleichstellungsdruck und die wachsende Sensibilität für die vielen Ungerechtigkeiten im Verhältnis der Geschlechter ermöglichen Filme wie Portrait of a Lady on Fire von Céline Sciamma, in dem das Maler-Model-Verhältnis aus feministischer Perspektive durchgespielt wird, das marokkanische Drama „Adam“ von Maryam Touzani über zwei vom Leben schwer gebeutelte Frauen, oder die Literaturadaption La vie invisible d’Euridice Gusmão von Karim Aïnouz über das Schicksal zweier Schwestern in Rio de Janeiro während der 1950er-Jahre.

Hier die weiteren Blog-Berichte vom Festival de Cannes 2019:

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