James Coburn, Rod Steiger in „Todesmelodie“ (© 1972 Rafran Cinematografica/arte)

Todesmelodie

Während der mexikanischen Revolution spielender Italowestern von Sergio Leone - bis 25.6. in der arte-Mediathek

Veröffentlicht am
02.06.2026 - 09:37:43
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Der fünfte und letzte Italowestern von Sergio Leone war bei der Kinopremiere im Jahr 1970 weniger erfolgreich als seine Vorgänger und hatte schon bei den Dreharbeiten unter Problemen zu leiden. Nichtsdestotrotz präsentiert sich der Film als bis in Einzelheiten der Handlung und der Charakterzeichnung sorgfältig durchgearbeitetes Abenteuer, das den Zuschauern im Dialog und in den ständig wiederkehrenden Tötungsakten aber einiges zumutet.

Kern der Handlung ist die seltsame Freundschaft zwischen dem irischen Revolutionär und Sprengstoff-Spezialisten Mallory (James Coburn) und dem mexikanischen Banditen Juan Miranda (Rod Steiger) vor dem Hintergrund der blutigen mexikanischen Revolution (1911-1914). Bei einem Banküberfall in einer kleinen Stadt wollen sie den Tresor ausrauben. Doch die Revolution kommt ihnen zuvor. Denn hinter den Stahltüren finden sich keine Reichtümer, sondern politische Gefangene, die Miranda zu ihrem Anführer küren. Das spricht sich aber bald auch bei den gegnerischen Truppen der Regierung herum.

In der Inszenierung überlagern sich aufwändige, stark stilisierte Actionszenen mit der durchaus angedeuteten Frage nach dem Sinn der Gewalttaten. Ungewöhnlich und einprägsam ist einmal mehr die Musik von Ennio Morricone. - Ab 18.

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