Das Zimmer, in dem Luke Ellis (Joe Freeman) erwacht, sieht aus wie sein Zimmer zuhause, entpuppt sich aber als trügerische Kopie: Der Teenager wurde in der Nacht betäubt und in ein geheimes „Institut“ verschleppt. Dass dessen Betreiber versucht haben, seine Zelle so einzurichten, dass er sich dort heimisch fühlen kann, wirkt schnell wie purer Zynismus: denn ums Wohl der Kinder und Jugendlichen, die im Institut interniert sind, geht es den Betreibern ansonsten ganz und gar nicht. Luke und die anderen Kids wurden verschleppt, weil sie über telekinetische und telepathische Anlagen verfügen; schmerzhafte Tests sollen diese verstärken und werden dann vom Institut genutzt – zu angeblich hehren Zwecken, was aber kaum ein Trost für Luke und die anderen ist, die förmlich durch die Hölle gehen.
Bleibt ihnen immerhin die Hoffnung, dass sie, wenn sie dem Institut lange genug gedient haben, nach Hause zurückkehren können? Luke und seine neuen Freunde bezweifeln das und beginnen, Fluchtpläne zu schmieden. Unterdessen wird auch der neue Nachtwächter (Ben Barnes) in einer Kleinstadt in der Nähe auf die geheimnisvollen Umtriebe des Instituts aufmerksam und beginnt unbequeme Fragen zu stellen ...
Die paranormale Thriller-Serie von Showrunner Benjamin Cavell ist die Adaption des gleichnamigen, 2019 erschienenen Romans von Stephen King. Der Horror-Meister erzählt darin einmal mehr von Kindern, die über das sogenannte „Shining“, paranormale Kräfte, verfügen und dadurch zu Opfern von Leuten zu werden drohen, die sie gnadenlos für ihre Zwecke auszubeuten drohen. Die aus acht Folgen bestehende Verfilmung bleibt recht nah an der Vorlage, schafft es, ihre beiden Handlungsstränge in und außerhalb des Instituts spannungsdramaturgisch stimmig miteinander zu verknüpfen und liefert ein eindringliches Plädoyer dafür, dass der Zweck nie die Mittel heiligt. – Ab 16.