Lucas Barwenczik

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Apathie im Freizeitpark - Zur Indiana-Jones-Reihe

1981 ging der Archäologe und Abenteurer Indiana Jones, gespielt von Harrison Ford, erstmals auf die Suche nach einem magischen Artefakt; vier Jahrzehnte später ist der Mann mit Hut und Peitsche immer noch eine populäre Ikone. Aber gehört der Held, den Steven Spielberg einst als Hommage auf die Kolonial-Abenteuerserien der 1930er- und 1940er-Jahre schuf, nicht längst selbst ins Museum?

Von Lucas Barwenczik

Worte und Taten - Barbet Schroeder & die „Trilogie des Bösen“

In seinem Film „Der ehrwürdige W.“ (am 24. März bei arte) porträtiert der französische Regisseur Barbet Schroeder einen buddhistischen Mönch, dessen Hasspredigten die Verfolgung und Vertreibung der Rohingya in Myanmar anheizten. Der Film bildet nach „General Idi Amin“ (1974) und „Im Auftrag des Terrors“ (2007) den Abschluss seiner dokumentarischen „Trilogie des Bösen“.

Von Lucas Barwenczik

Tausend neue Schatten

Es gibt derzeit viele Gründe, Angst zu haben – wegen der Pandemie, wegen politischer Krisen, wegen des Klimawandels. Kein Wunder, dass Angst auch im Film dauerpräsent ist und das Horror-Genre fröhliche Urstände feiert. Welche Schreckensbilder spinnt es aus, welche Schatten beschwört es herauf? Eine Bestandsaufnahme zu Halloween im Corona-Jahr 2020.

Von Lucas Barwenczik

Der Mensch verschwindet

Im August 2010 starb der japanische Anime-Regisseur Satoshi Kon im Alter von nur 46 Jahren. In seinen vier Spielfilmen bezog Kon auf visionäre Art den technologischen Fortschritt mit ein und erzählte von der Auflösung des Menschseins unter dem ständigen Zwang, sich selbst neu zu erfinden. Auch die Verlagerung der Lebenswelt in digitale Räume nahm der Filmemacher vorweg, sodass seine Werke auch zehn Jahre nach seinem Tod unverändert gegenwärtig erscheinen.

Von Lucas Barwenczik

Die Macht der Blicke: Bong Joon-ho

Mit „Parasite“ hat der 1969 geborene Südkoreaner Bong Joon-ho im Frühjahr 2019 die „Goldene Palme“ in Cannes gewonnen – der bisherige Höhepunkt einer Karriere, die ihn mit Filmen wie „The Host“, „Snowpiercer“ und „Okja“ zu einem international gefeierten Grenzgänger zwischen Genre und Arthouse, zwischen östlichem und westlichem Kino gemacht hat. Ein Werkporträt.

Von Lucas Barwenczik

Ein Wort, ein Mann: Eine Wiederbegegnung mit den „Rambo“-Filmen

Mit Rambo entstand in den 1980er-Jahren eine Ikone des Actionkinos, die seitdem unverwüstlich durch die Kino- und Kulturgeschichte wandelt und sich sogar im Sprachgebrauch eingenistet hat. Rambo ist inzwischen nicht mehr nur eine Figur, sondern eine Art, mit der Welt umzugehen. Eine Begegnung anlässlich der Wiederaufführung von „Rambo“ I-III ab 13. September und des Kinostarts von „Rambo: Last Blood“ am 19. September.

Von Lucas Barwenczik

Melancholische Melodien

Bei der 19. Ausgabe des „Nippon Connection“-Filmfestivals in Frankfurt spielte die Musik als glühende Herzkammer wie auch als Filter, der die Monotonie des Alltags erträglich macht, eine auffallende Rolle. Das hatte wohl auch damit zu tun, dass viele Filme um private Dinge, Persönliches und Allerinnerstes, kreisten. Höhepunkte des gut besuchten Festivals waren allerdings feingesponnene Animes.

Von Lucas Barwenczik