Lucas Barwenczik

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Maschinen. Menschen. Götter - Ridley Scott

Im Rahmen der 78. Filmfestspiele in Venedig wird der britische Filmemacher Ridley Scott mit einem Preis für sein Lebenswerk ausgezeichnet; sein aktueller Film „The Last Duel“, der am 14.10.2021 in die deutschen Kinos kommen wird, feiert im Rahmen des Festivals seine Weltpremiere. Der Filmtitel schließt den Kreis zu Scotts Debütfilm „The Duellists“, mit dem Scotts Karriere 1976 ihren Anfang nahm – eine Karriere, die das Genrekino der letzten 40 Jahre geprägt hat.

Von Lucas Barwenczik

Crashs & Comebacks - M. Night Shyamalan

Die Karriere des indisch-stämmigen US-Regisseurs M. Night Shyamalan gleicht einer Abfolge von Hochs und Tiefs. Erst wurde er für Filme wie „The Sixth Sense“ und „Unbreakable“ gefeiert, dann mit Arbeiten wie „After Earth“ zum Objekt des Spottes. Passend zum Filmstart von „Old“ ist mit „Die Neuerfindung des M. Night Shyamalan“ jetzt ein Buch über das Werk des umstrittenen Hollywood-„auteurs“ erschienen.

Von Lucas Barwenczik

Apathie im Freizeitpark - Zur Indiana-Jones-Reihe

1981 ging der Archäologe und Abenteurer Indiana Jones, gespielt von Harrison Ford, erstmals auf die Suche nach einem magischen Artefakt; vier Jahrzehnte später ist der Mann mit Hut und Peitsche immer noch eine populäre Ikone. Aber gehört der Held, den Steven Spielberg einst als Hommage auf die Kolonial-Abenteuerserien der 1930er- und 1940er-Jahre schuf, nicht längst selbst ins Museum?

Von Lucas Barwenczik

Worte und Taten - Barbet Schroeder & die „Trilogie des Bösen“

In seinem Film „Der ehrwürdige W.“ (am 24. März bei arte) porträtiert der französische Regisseur Barbet Schroeder einen buddhistischen Mönch, dessen Hasspredigten die Verfolgung und Vertreibung der Rohingya in Myanmar anheizten. Der Film bildet nach „General Idi Amin“ (1974) und „Im Auftrag des Terrors“ (2007) den Abschluss seiner dokumentarischen „Trilogie des Bösen“.

Von Lucas Barwenczik

Tausend neue Schatten

Es gibt derzeit viele Gründe, Angst zu haben – wegen der Pandemie, wegen politischer Krisen, wegen des Klimawandels. Kein Wunder, dass Angst auch im Film dauerpräsent ist und das Horror-Genre fröhliche Urstände feiert. Welche Schreckensbilder spinnt es aus, welche Schatten beschwört es herauf? Eine Bestandsaufnahme zu Halloween im Corona-Jahr 2020.

Von Lucas Barwenczik

Der Mensch verschwindet

Im August 2010 starb der japanische Anime-Regisseur Satoshi Kon im Alter von nur 46 Jahren. In seinen vier Spielfilmen bezog Kon auf visionäre Art den technologischen Fortschritt mit ein und erzählte von der Auflösung des Menschseins unter dem ständigen Zwang, sich selbst neu zu erfinden. Auch die Verlagerung der Lebenswelt in digitale Räume nahm der Filmemacher vorweg, sodass seine Werke auch zehn Jahre nach seinem Tod unverändert gegenwärtig erscheinen.

Von Lucas Barwenczik

Die Macht der Blicke: Bong Joon-ho

Mit „Parasite“ hat der 1969 geborene Südkoreaner Bong Joon-ho im Frühjahr 2019 die „Goldene Palme“ in Cannes gewonnen – der bisherige Höhepunkt einer Karriere, die ihn mit Filmen wie „The Host“, „Snowpiercer“ und „Okja“ zu einem international gefeierten Grenzgänger zwischen Genre und Arthouse, zwischen östlichem und westlichem Kino gemacht hat. Ein Werkporträt.

Von Lucas Barwenczik