Gervaise

Drama | Frankreich 1955 | 122 Minuten

Regie: René Clément

Mitte des 19. Jahrhunderts: Die Wäscherin Gervaise, von ihrem Mann mit zwei Kindern sitzengelassen, plagt sich mühsam durchs Leben, bis sie einen fleißigen Arbeiter heiratet und es zu einem bescheidenen Wohlstand bringt. Sie will ein eigenes Geschäft aufmachen, als ihr Mann einen schweren Arbeitsunfall erleidet. Er erholt sich von diesem Schock nie und fängt an zu trinken. Als der Ex-Mann mit seiner Freundin wieder auftaucht, wird das Leben für Gervaise zur Hölle. Sie sitzt zum Schluß verlassen, betrogen, des Lebens überdrüssig, in einer Kaschemme vor einer Flasche Wein. René Clément hat mit dieser Adaption zweifellos die kompromißloseste, werkgetreueste und dadurch auch düsterste Verfilmung eines Werkes von Zola vorgenommen. Seine Inszenierung ist bis in die Dekordetails und Nuancen des Tonfalls sicher und exakt, die Trostlosigkeit des Milieus wird so zur filmisch-kritischen Wirklichkeit. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
GERVAISE
Produktionsland
Frankreich
Produktionsjahr
1955
Regie
René Clément
Buch
Jean Aurenche · Pierre Bost · René Clément
Kamera
René Juillard
Musik
Georges Auric
Schnitt
Henri Rust
Darsteller
Maria Schell (Gervaise) · François Périer (Henri Coupeau) · Suzy Delair (Virginie) · Mathilde Casadesus (Mme Boche) · Armand Mestral (Lantier)
Länge
122 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Drama | Historienfilm | Literaturverfilmung

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