Hope (2007)

- | Polen/Deutschland 2007 | 101 Minuten

Regie: Stanislaw Mucha

Ein junger Pole dokumentiert mit seiner Videokamera einen Kunstraub in einer Kirche und erpresst den deutschen Drahtzieher des Unternehmens um die Rückgabe des Gemäldes. Damit setzt er eine Reihe mehr oder weniger tragischer Verwicklungen in Gang. Der sich bedeutungsschwer gebende Film nähert sich recht plakativ aktuellen Themen der Ost-West-Problematik und scheitert vor allem an der Trivialität seines Drehbuchs. Die vorgebliche Bedeutsamkeit des Gezeigten gerinnt zur bloßen Behauptung. (Die letzte von drei Verfilmungen der Drehbuch-Trilogie "Himmel-Hölle-Purgatorium" von Krzysztof Kieslowski und Krzysztof Piesiewicz; vgl. "Heaven" und "Wie in der Hölle".) - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
NADZIEJA
Produktionsland
Polen/Deutschland
Produktionsjahr
2007
Regie
Stanislaw Mucha
Buch
Krzysztof Piesiewicz
Kamera
Krzysztof Ptak
Musik
Max Richter
Schnitt
Jecek Tarasiuk · Peter Przygodda
Darsteller
Rafal Fudalej (Francis) · Kamila Baar (Klara) · Wojciech Pszoniak (Benedict) · Zbigniew Zapasiewicz (Pater) · Zbigniew Zamachowski (Inspector Sopel)
Länge
101 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.

Heimkino

Verleih DVD
Pandora (16:9, 1.85:1, DD5.1 pol./dt.)
DVD kaufen

Diskussion
Eine Erpressung als moralisches Hilfsangebot? Zufällig wird der junge Francis Zeuge, wie der Galerist und Kunsthändler Weber aus einer Kirche das Altarbild „Engel mit Geige“ stehlen lässt. Er filmt den Diebstahl, bei dem Weber selbst anwesend ist, mit seiner Videokamera. Auch sammelt Francis beim Versuch, den Diebstahl „lückenlos“ zu dokumentieren, weiteres audiovisuelles Belastungsmaterial gegen Weber. Er verlangt von ihm allerdings kein Geld, sondern die sofortige Rückgabe des Gemäldes, obgleich dieses längst ins Ausland weiterverkauft worden ist. Francis’ merkwürdiges, scheinbar unmotiviertes Verhalten stößt auf professionellen Widerstand: Sein Auto fliegt in die Luft, was ihn aber kaum beeindruckt. Mit fast schon fanatischer Selbstsicherheit hält er an seiner Erpressung fest, verlangt jetzt aber einen gleichwertigen Ersatz für seinen alten, grasgrünen Renault 5. Zugleich erfährt man mehr Details aus Francis’ Leben: dass er mit seinem wortkargen Vater zusammenlebt, der ein bedeutender Dirigent war

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto
Kommentar verfassen

Kommentieren