Sommer in Orange

Komödie | Deutschland 2011 | 110 Minuten

Regie: Marcus H. Rosenmüller

Eine Berliner Wohngemeinschaft aus Sannyasin-Anhängern verschlägt es ins ländliche Bayern, wo sie aus dem ererbten Hof eines ihrer Mitglieder ein Therapiezentrum machen will. Die "Ureinwohner" zeigen sich von den erleuchtungssehnsüchtigen neuen Nachbarn nachhaltig irritiert. "Culture Clash"-Komödie, erzählt aus der Perspektive einer aufgeweckten Jugendlichen, die sich in ein neues Umfeld integrieren und zugleich um die Liebe und Aufmerksamkeit ihrer Mutter ringen muss. Das Kaleidoskop an Episoden und Konflikten stellt die Indien-begeisterten Sinnsucher ebenso wie die bayerischen Provinzler mit mildem Spott dar, entfaltet sich aber eher kurzatmig. Einige originelle Einfälle sowie die gute Musik werten den an sich konventionellen Film auf. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2011
Regie
Marcus H. Rosenmüller
Buch
Ursula Gruber
Kamera
Stefan Biebl
Musik
Gerd Baumann
Schnitt
Georg Söring
Darsteller
Petra Schmidt-Schaller (Amrita) · Amber Bongard (Lili) · Béla Baumann (Fabian) · Georg Friedrich (Siddharta) · Oliver Korittke (Gopal)
Länge
110 Minuten
Kinostart
18.08.2011
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Komödie

Heimkino

Die Extras der DVD umfassen u.a. einen Audiokommentar des Regisseurs und der Drehbuchautorin. Die BD enthält zudem ein Feature mit sechs im Film nicht verwendeten Szenen (7 Min.), die Dokumentation "Der Sound der Heimat" (44 Min.) sowie den Kurzfilm "Kümmel und Korn" (14 Min.). BD und DVD enthalten eine Audiodeskription für Sehbehinderte. Nur die BD ist mit dem Silberling 2012 ausgezeichnet.

Verleih DVD
Fox/Majestic (16:9, 2.35:1, DD5.1 dt.)
Verleih Blu-ray
Fox/Majestic (16:9, 2.35:1, dts-HDMA dt.)
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Diskussion
„Ganz entspannt im Hier und Jetzt“ hießen die tagebuchartigen Notizen des Stern-Reporters Jörg Andrees Elten, mit denen er 1979 die Sannyasin-Bewegung des Bhagwan Shree Rajneesh in Deutschland populär machte. Darin schilderte der NAPOLA-Zögling Elten seine Erfahrungen in Ashram des „Erleuchteten“, der „Awareness“, eine Art in sich ruhender Aufmerksamkeit, als Ziel der menschlichen Existenz definierte und Meditation als Königsweg zur Überwindung des Egos predigte. Unter den Anhängern, die ab Mitte der 1970er-Jahre nach Poona pilgerten, waren viele westliche Akademiker, darunter Peter Sloterdijk, Joachim-Ernst Berendt, Georg Deuter oder „Löwenzahn“-Moderator Peter Lustig. Bhawagans „Erfolg“, aber mehr noch die Berichte über sexuelle Orgien und das uniforme Auftreten der ganz in Rot gekleideten Sannyasins, stempelten ihn bald zum „Menschenfänger“, dem totalitäre Züge angedichtet wurde; der Versuch, im US-Bundesstaats Oregon mit der

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