Drama | Deutschland 2011 | 88 Minuten

Regie: Jan Fehse

Kammerspiel um eine junge Frau, die bei einem Selbstmordversuch ihre kleine Tochter getötet, selbst aber überlebt hat. Der Film schildert vier Sitzungen der Frau bei einer Psychiaterin, die ein Gutachten über ihre psychische Verfassung erstellen soll. Im Lauf der Gespräche werden Kindheit und Jugend rekapituliert und Fragen nach Sexualität, elterlichen Beziehungen und der sozialen Situation verhandelt. Der Film verzichtet auf einfache Erklärungsmuster, sondern entfaltet eine komplexe Dynamik von Lebensumständen. Während die Darstellerinnen überzeugen, leidet das Drama an inszenatorischen Schwächen, vor allem am unentschiedenen Schwanken zwischen Theatralität und Realismus. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
JASMIN
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2011
Regie
Jan Fehse
Buch
Christian Lyra
Kamera
Jan Fehse
Schnitt
Ulrike Tortora
Darsteller
Anne Schäfer (Jasmin) · Wiebke Puls (Dr. Feldt) · Saladin Dellers (Sascha) · Naftali Wyler (Patrick) · Basil Medici (Moni)
Länge
88 Minuten
Kinostart
14.06.2012
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama

Diskussion
Wenn sich in einem Krimi Ermittler und Verdächtiger beim Verhör frontal gegenüber sitzen, hat das oft etwas von einem Duell. Eine ähnlich spannungsgeladene Situation findet sich in „Jasmin“: Dr. Feldt, Ärztin der Psychiatrie, hat den Auftrag, ein psychiatrisches Gutachten zu erstellen, über Jasmin, eine junge, psychisch zerrüttete Frau. Diese hat bei einem Suizidversuch (oder wie es im Fachjargon heißt: Mitnahmesuizid), den sie selbst überlebt hat, ihre kleine Tochter getötet. Der Film schildert vier an unterschiedlichen Tagen stattfindende Sitzungen, in denen Jasmin ihre Kindheit und Jugend rekapituliert und dabei emotional aufwühlende Fragen nach Sexualität, elterlichen Beziehungen und ihrer sozialen Situation zu beantworten oder zu umschiffen v

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