Germinal (1993)

Drama | Frankreich 1993 | 158 Minuten

Regie: Claude Berri

1860 im nordfranzösischen Kohlenrevier: Ein arbeitsloser Mechaniker nimmt eine Stelle unter Tage an und versucht, die Arbeiter gegen die Willkür der Grubenbesitzer zu organisieren. Während eines Streiks eskalieren die Ereignisse, und der Aufstand der Arbeiter wird blutig niedergeschlagen. Wiederverfilmung des Zola-Romans, die jedoch der Vorlage in keiner Weise gerecht wird. Da die Charakterisierung der gesellschaftlichen Gruppen sich in Schwarz-Weiß-Malerei erschöpft und die Hauptrolle falsch besetzt ist, erlahmt schon bald das Interesse des Zuschauers an der Geschichte; nur die weiblichen Darsteller überzeugen. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
GERMINAL
Produktionsland
Frankreich
Produktionsjahr
1993
Regie
Claude Berri
Buch
Arlette Langmann · Claude Berri
Kamera
Yves Angelo
Musik
Jean-Louis Roques
Schnitt
Hervé de Luze
Darsteller
Renaud (Etienne Lantier) · Gérard Depardieu (Maheu) · Miou-Miou (Maheus Frau) · Jean Carmet (Bonnemort) · Judith Henry (Catherine)
Länge
158 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama | Arbeiterfilm | Literaturverfilmung
Diskussion
Obwohl "Germinal" ein Klassiker der französischen Literatur ist, wurde diese düstere Bergarbeiter-Geschichte vom "Hohepriester des Naturalismus" Emile Zola (1840-1902) erst dreimal für das Kino adaptiert: zwei Stummfilmversionen aus den Jahren 1912 (Regie: Victori Jasset) und 1913 (Regie: Albert Capellani) folgte 1963 die erste Tonfilmbearbeitung von Yves Allégret. Um so gespannter war man auf diese 45 Mio. DM teure Produktion. Tatsächlich hat der Film alles, was großes Kino auszeichnet: eine packende Geschichte voll Liebe und Schmerz, eingebettet in ein kritisch betrachtetes Zeitpanorama, Stars und einen Regisseur, der mit Marcel Pagnols"Jean Florette" und"Marions Rache" schon zwei stimmungsvolle Literatur-Verfilmungen abgeliefert hatte. Dennoch fiel "Germinal", nachdem er am Startwochenende im September die französische Film-Hitliste erstürmt hatte, schnell wieder hinter die amerikanischen Großproduktionen zurück. Ein Grund für den relativen "Mißerfolg" ist, daß Claude Bern es trotz detailverliebter Rekonstruktion von Kohlegruben, Wohnsiedlungen und hartem Bergarbeiter-Dasein nicht gelungen ist, der Geschichte wirklich Leben einzuhauchen. Man sitzt recht unbetei

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto
Kommentar verfassen

Kommentieren