Was hat uns bloß so ruiniert

Komödie | Österreich 2016 | 96 Minuten

Regie: Marie Kreutzer

Drei befreundete Wiener Hipster-Paare Mitte 30 entscheiden sich für Nachwuchs und erkennen, dass sich Elternschaft und Lifestyle nur noch mühsam miteinander vereinbaren lassen. Die genau beobachtende Gesellschaftskomödie glänzt mit guten Darstellern und pointiertem Wiener Schmäh, wobei nicht immer klar wird, ob die Inszenierung eher eine Satire aufs „bourgeoise Bohème“-Milieu oder ein substanzieller Diskussionsbeitrag zur Rollenverteilung unter den Geschlechtern und einer verlängerten Adoleszenz sein will. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
WAS HAT UNS BLOSS SO RUINIERT
Produktionsland
Österreich
Produktionsjahr
2016
Regie
Marie Kreutzer
Buch
Marie Kreutzer
Kamera
Leena Koppe
Musik
Florian Blauensteiner
Schnitt
Ulrike Kofler
Darsteller
Vicky Krieps (Stella) · Marcel Mohab (Markus) · Pia Hierzegger (Ines) · Manuel Rubey (Chris) · Pheline Roggan (Mignon)
Länge
96 Minuten
Kinostart
09.02.2017
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Komödie

Heimkino

Die Edition enthält eine Audiodeskription für Sehbehinderte. Die Extras enthalten u.a. ein Feature mit im Film nicht verwendeten Szenen.

Verleih DVD
Movienet/Lighthouse & Hoanzl (16:9, 1.78:1, DD5.1 dt.)
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Diskussion
Um die Jahrtausendwende hörte man erstmals von den „Bobos“, den Angehörigen der „bourgeoisen Boheme“, die auf die von Douglas Coupland so genannte „Generation X“ folgten; während die Xer mit ihren McJobs noch die Zeche ihrer konsumsüchtigen Eltern zu zahlen hatten und auf diese Erfahrung mit Konsumverweigerung („Lessness“) und Melancholie („Short Term Nostalgia“) antworteten, begreifen die gut ausgebildeten Bobos Arbeit eher als eine Form der Selbstverwirklichung in Teams mit flachen Hierarchien. Sie, die kreative Elite des Informationszeitalters, konsumieren kenntnisreich High-End-Technologien mit Stilbewusstsein, leben eine extrem verlängerte Adoleszenz und kombinieren den rebellischen Anti-Establishment-Habitus der Beatniks im Zeichen der Work-Life-Balance mit den Selbstoptimierungsanforderungen des Neoliberalismus. Im persönlichen Nahbereich und

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