Maria Magdalena (2018)

Bibelfilm | Großbritannien 2018 | 120 Minuten

Regie: Garth Davis

Der Bibelfilm erzählt die Geschichte der Maria Magdalena, die aus einer tiefen Gotteserfahrung heraus eine Berufung erlebt und als Zeugin Jesu die Botschaft der Auferstehung verbreitet. Ästhetisch bleibt der eindrucksvolle Film zwar den konventionellen Darstellungsformen des Bibelfilms verhaftet, doch es gelingt der Inszenierung und den überzeugenden Hauptdarstellern, einen frischen Zugang auf das Evangelium zu eröffnen. Dabei rückt die Frage nach dem Reich Gottes in den Mittelpunkt, das nicht in einer politischen Revolution Gestalt gewinnt, sondern in den Herzen der Menschen.

Filmdaten

Originaltitel
MARY MAGDALENE
Produktionsland
Großbritannien
Produktionsjahr
2018
Regie
Garth Davis
Buch
Helen Edmundson · Philippa Goslett
Kamera
Greig Fraser
Schnitt
Alexandre de Franceschi · Melanie Oliver
Darsteller
Rooney Mara (Maria Magdalena) · Joaquin Phoenix (Jesus) · Chiwetel Ejiofor (Petrus) · Tahar Rahim (Judas Iscariot) · Ariane Labed (Rachel)
Länge
120 Minuten
Kinostart
15.03.2018
Fsk
ab 12; f
Genre
Bibelfilm | Drama
Diskussion

In der Bibel hat Maria Magdalena nur kurze Auftritte, aber die sind stark. Sie gehört zu den getreuen Anhängern, die Jesu im Sterben begleiten, und sie ist am leeren Grab die erste Zeugin der Auferstehung. In Ausmalung dieser kargen Biografie wurde sie häufig mit der Prostituierten gleichgesetzt, die Jesus die Füße salbte (Lk 7, 37-50). Das „Sünderinnen“-Image hat sich durch Darstellungen in der Kunst wie im Film verfestigt. So beginnt Cecil B. DeMilles Stummfilm „König der Könige“ (1927) mit Szenen am Hof der Edelkurtisane, und Martin Scorsese zeigt sie in „Die letzte Versuchung Christi“ (fd 27 169) bei der Abfertigung ihrer Freier; in der umstrittenen Traumsequenz am Ende des Films lässt er sie sogar die Ehe mit Jesus vollziehen.

Der Film von Garth Davis versteht sich hingegen bewusst als Versuch einer Rehabilitation von Maria Magdalena als einer den Aposteln gleichgestellten Begleiterin Jesu. Diese Aufwertung ihrer Figur hat sich seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil und vor allem in der feministischen Theologie zunehmend d

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