Dokumentarfilm | Schweiz/Deutschland 2018 | 95 Minuten

Regie: Markus Imhoof

Der Schweizer Filmemacher Markus Imhoof erinnert sich angesichts der im Mittelmeer ertrinkenden Flüchtlinge an seine eigene Kindheit, als nach dem Krieg eine junge Italienerin aus dem ausgebombten Mailand in seiner Familie Unterschlupf fand. Der essayistische Film verbindet persönliche Reflexionen, Briefe und andere Dokumente mit bedrängenden Gegenwartsbildern sowie investigativen Recherchen, die dem zynischen Kreislauf der Ausbeutung illegaler Migranten auf die Spur kommen. Durch den unmittelbaren emotionalen Zugang verdichtet sich der Film zum eindringlichen, zutiefst humanistischen Appell an die Verantwortung der Menschen füreinander.

Filmdaten

Originaltitel
ELDORADO
Produktionsland
Schweiz/Deutschland
Produktionsjahr
2018
Regie
Markus Imhoof
Buch
Markus Imhoof
Kamera
Peter Indergand
Schnitt
Beatrice Babin · Thomas Bachmann
Länge
95 Minuten
Kinostart
26.04.2018
Fsk
ab 6; f
Genre
Dokumentarfilm
Diskussion

Jetzt ist wieder Tomatenzeit. Sie schmecken süß, nach Sonne und Süden. Tomate, Mozzarella und Basilikum: Es wird Sommer! Unsere Tomaten, jedenfalls viele davon, vor allem auch jene in Dosen, kommen aus Italien. Doch die „Tomatenproduktion basiert auf der Versklavung der Afrikaner“; so fasst es pointiert der italienische Gewerkschafter Raffaele zusammen.

So klar, deutlich und unumwunden wie selten zeigt der Schweizer Filmemacher Markus Imhoof mafiöse, unmenschliche, unverantwortliche Strukturen auf. Doch „Eldorado“ ist kein investigativer Film, wie es auch schon Imhoofs dokumentarischer Vorgänger „More than Honey“ (fd 41 362) nicht war: Auch in dem Film über das große Bienensterben geht der Regisseur von einer persönlichen Geschichte aus und schließt diese mit Bildern kurz, die man in den Nachrichten sieht und die von globalen Zusammenhängen handeln. Er spricht von frühkindlichen Erkenntnisp

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