Reise nach Jerusalem (2018)

Drama | Deutschland 2018 | 119 Minuten

Regie: Lucia Chiarla

Eine arbeitslose Texterin hält sich in Berlin mit Sozialhilfe und schlechtbezahlten Jobs über Wasser. Ihre Versuche, sich selbstständig zu machen, scheitern allerdings ebenso wie alle Maßnahmen des Arbeitsamtes. Das beklemmende Drama zeichnet das Bild einer umfassenden Entfremdung in einer entsolidarisierten Gesellschaft, in der nach außen hin trotzdem die Fassade des Erfolgs und der optimistischen Zufriedenheit aufrechterhalten werden muss. Die außergewöhnliche Hauptdarstellerin „verkörpert“ das tägliche Scheitern im und am Alltag dabei ebenso schmerzhaft wie unsentimental. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2018
Regie
Lucia Chiarla
Buch
Lucia Chiarla
Kamera
Ralf Noack
Musik
Tobias Vethake
Schnitt
Aletta von Vietinghoff
Darsteller
Eva Löbau (Alice) · Anna Bardorf (Fr. Krantz) · Beniamino Brogi (Luca) · Veronika Nowag-Jones (Mutter) · Yvonne Ernicke (Produkttesterin)
Länge
119 Minuten
Kinostart
15.11.2018
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Drama
Diskussion

Beklemmendes Drama über eine arbeitslose Texterin, die über Maßnahmen des Arbeitsamts wieder an eine Stelle gelangen will, aber nur die umfassende Entfremdung in einer entsolidarisierten Gesellschaft kennenlernt.

Alice, 39 Jahre alt, Single, war schon mal fest angestellt, doch aktuell schwärmt sie über die Freiheiten, die ihr die Arbeit als „freie Autorin“ im hippen Berlin lässt. In Wahrheit ist Alice arbeitslos und hält sich mit Sozialhilfe und lausigen Jobs in der Marktforschung über Wasser, die mit Tankgutscheinen bezahlt werden. Ab und zu muss sie bei der Agentur für Arbeit vorstellig werden, wo dann immer die nächsten sinnlosen Fortbildungsmaßnahmen drohen, die in aller Regel von zynischen, ihrerseits verbitterten Referenten exekutiert werden. Hauptsache, die Statistiken signalisieren annähernde Vollbeschäftigung. Besteht man

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