Das melancholische Mädchen

Experimentalfilm | Deutschland 2019 | 80 Minuten

Regie: Susanne Heinrich

Eine Berliner Schriftstellerin kommt mit ihrem aktuellen Buch nicht weiter und trifft auf allerhand Menschen, deren Sinn- und Glückversprechen sie als aufmerksame Beobachterin auf ihre blinden Flecken hinterfragt. Der am postbrechtschen politischen Kino geschulte Debütfilm ist ein theoriegesättigter, äußerst gewitzter Grenzgänger zwischen Pop und Politik, der mit den Mitteln des postdramatischen Theaters die Pathologien einer neoliberalen Welt konterkariert. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2019
Regie
Susanne Heinrich
Buch
Susanne Heinrich
Kamera
Agnesh Pakozdi
Musik
Moritz Sembritzki · Mathias Bloech
Schnitt
Susanne Heinrich · Benjamin Mirguet
Darsteller
Marie Rathscheck (Das melancholische Mädchen) · Nicolai Borger (Existentialist) · Malte Bündgen (Typ) · Dax Constantine (Clubfreundin) · Monika Freinberger (Model)
Länge
80 Minuten
Kinostart
27.06.2019
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Experimentalfilm | Filmessay | Komödie

Heimkino

Verleih DVD
Salzgeber (16:9, 1.78:1, DD5.1 dt.)
DVD kaufen

Am postbrechtschen politischen Kino geschulter Debütfilm über eine junge Schriftstellerin auf der kritischen Suche nach Glücks- und Sinnversprechen. Ein theoriegesättigter, äußerst gewitzter Grenzgänger zwischen Pop und Politik, der mit den Mitteln des postdramatischen Theaters die Pathologien einer neoliberalen Welt konterkariert.

Diskussion

Eine junge Autorin, namenlos als melancholisches Mädchen, leidet unter einer Schreibblockade, Obdachlosigkeit und den neoliberalen Verhältnissen. Auf der Suche nach einem Schlafplatz durchwandert sie in einer Art Stationendrama genau diese Verhältnisse und konfrontiert diese mit sich und sich mit diesen.

Das melancholische Mädchen, eher passiv, übernimmt dabei auch die Kommentarfunktion, bleibt also gewissermaßen zu sich selbst auf Distanz und eine aufmerksame Beobachterin dessen, was sie betrifft und wem sie begegnet.

Der mit allen Wassern des klassischen, post-brechtschen politischen Kinos gewaschene Debütfilm von Susanne Heinrich ist ein theoriegesättigter, sehr smarter und pointensicherer Grenzgänger zwischen Pop und Politik. Schon in einer Art Vorspiel vor einer Wandtapete stellt der Film klar, dass mit konventioneller Dramaturgie hier nicht gerechnet we

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto
Kommentar verfassen

Kommentieren