Gloria - Das Leben wartet nicht

Drama | USA/Chile 2018 | 102 Minuten

Regie: Sebastián Lelio

Die Geschichte einer einsamen, lebenshungrigen Mittfünfzigerin auf der Suche nach einem neuen Fokus, den sie in der Beziehung zu einem ebenfalls geschiedenen Mann zu finden scheint. US-Remake der chilenischen Tragikomödie „Gloria“ (2012), mit dem der Regisseur Sebastián Lelio seinen Film in anderem Milieu und mit anderen Darstellern neu inszeniert. Obwohl viele Szenen fast bildgetreu nachgestellt sind, gewinnt die Geschichte durch die überragende Hauptdarstellerin eine erstaunlich eigenständige Perspektive. Aus einer Vielzahl von Zwischentönen erwächst das Porträt einer höchst lebendigen Figur, die aus der unterschwelligen Melancholie ihres Daseins ausbrechen will. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
GLORIA BELL
Produktionsland
USA/Chile
Produktionsjahr
2018
Regie
Sebastián Lelio
Buch
Alice Johnson Boher · Sebastián Lelio
Kamera
Natasha Braier
Musik
Matthew Herbert
Schnitt
Soledad Salfate
Darsteller
Julianne Moore (Gloria Bell) · John Turturro (Arnold) · Caren Pistorius (Anne) · Michael Cera (Peter) · Brad Garrett (Dustin)
Länge
102 Minuten
Kinostart
22.08.2019
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Drama | Romantische Komödie
Diskussion

US-Remake von „Gloria“ (2012), in dem der chilenische Regisseur Sebastián Lelio die lebenshungrige Titelfigur auf der Suche nach einem neuen Fokus kongenial mit Julianne Moore besetzt.

Auf der Bühne betrachtet man es als Selbstverständlichkeit, dasselbe Stück mit unterschiedlichen Darstellern in wechselnden Lokalitäten und verschiedenen Inszenierungen aufzuführen. Als Zuschauer findet man nichts daran auszusetzen, immer wieder neue Variationen desselben Werks zu entdecken, weil ein Bühnenstück anders gar nicht zu transportieren und zu reproduzieren wäre. Allein die Tatsache, dass Filme konservierbar sind und Zeiten und Aufführungsorte nach Belieben wechseln können, reicht hingegen aus, Wiederverfilmungen desselben Stoffes für gewagt und oft für nicht opportun zu halten, obwohl sie in der Lage sein können, einen neuen oder auch erstmaligen Zugang zu einem Stoff zu verschaffen.

In solchen Fällen bieten sich zwei gleichermaßen spannende Wege an, die Neufassung zu sehen und zu beurteilen: entweder im Vergleich mit dem Original oder als eigenständigen Film, ohne all

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