Vaterland (1994)

Drama | USA 1994 | 106 Minuten

Regie: Christopher Menaul

Verfilmung des umstrittenen Bestsellers von Robert Harris (1992), der davon ausgeht, daß Hitler den Zweiten Weltkrieg gewonnen und das "groß-germanische" Reich befriedet hat. 1965, als ein Treffen zwischen Hitler und Kennedy bevorsteht, gerät ein Berliner Kriminalist, SS-Mitglied und Obersturmbandführer, in eine Mordserie, der mehrere Parteigrößen zum Opfer fallen. Er entdeckt, daß es sich bei den Opfern um Mitglieder der Wannsee-Konferenz handelt, bei der die "Endlösung der Judenfrage" beschlossen wurde, und gerät selbst in Abseits. Trotz guter Darsteller ein eindimensionaler, sprunghaft und kompromißlerisch inszenierter Film, der die bedrohliche Atmosphäre der Vorlage, das System der allgegenwärtigen Überwachung, nicht zu vermitteln weiß. Eine schwache Geschichtsspekulation, die vor allem darunter leidet, daß die Wirklichkeit viel grauenhafter geworden wäre.

Filmdaten

Originaltitel
FATHERLAND
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
1994
Regie
Christopher Menaul
Buch
Stanley Weiser · Ron Hutchinson
Kamera
Peter Sova
Schnitt
Tariq Anwar
Darsteller
Rutger Hauer (Xaver Marck) · Miranda Richardson (Charlie) · Peter Vaughan (Nebe) · Michael Kitchen (Jaeger) · John Woodvine (Lutter)
Länge
106 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 16
Genre
Drama | Literaturverfilmung

Diskussion
Als 1992 Robert Harris' Roman"Vaterland"erschien, machte sich Empörung breit. Von Spekulations- und Sensationslust war die Rede, dem Autor wurde Effekthascherei vorgeworfen, Schielen auf das schnelle Geld durch das Aufgreifen eines vermeintlichen Tabu-Themas. Harris hatte das Undenkbare fortgedacht: Hitler hatte den Krieg gewonnen, an den Grenzen Groß-Germaniens lieferten sowjetische Partisanen zwar noch Scharmützel, doch da

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