Tykho Moon

- | Frankreich/Deutschland 1996 | 106 Minuten

Regie: Enki Bilal

In einem Staat der Zukunft leben die Menschen in einer von einer Mauer umgebenen zerfallenen Stadt. Der diktatorische Herrscher läßt sich und seiner Clique immer neue Organe liefern, die ewiges Leben ermöglichen sollen. Zu diesem Kreis gehören auf unerklärliche Weise Künstler, eine Hure und ein Reporter, die zugleich die Zerstörung des Staates betreiben. Ein arg verworren konstruierter Film, der ein morbides und graues Zukunftsbild entwirft, die rätselhaften Zusammenhänge aber bis zum Ende im dunkeln läßt.

Filmdaten

Originaltitel
TYKHO MOON
Produktionsland
Frankreich/Deutschland
Produktionsjahr
1996
Regie
Enki Bilal
Buch
Enki Bilal · Dan Franck
Kamera
Eric Gautier
Musik
Goran Vejvoda
Schnitt
Thierry Derocles
Darsteller
Johan Leysen (Anikst) · Julie Delpy (Lena) · Michel Piccoli (Mac Bee) · Richard Bohringer (Glenbarr) · Marie Laforêt (Eva)
Länge
106 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f

Diskussion
Worum es in dieser europäischen Großproduktion eigentlich geht, wird bis zum Ende des Films verschwiegen. Während eine Vielzahl von Andeutungen Licht ins Dunkel zu bringen scheint, werden zugleich immer wieder neue, rätselhafte Details ins Spiel gebracht. Die Folge ist, daß man nur mühsam einen Einblick in die Verhältnisse erhält, die Ort und Zeit des Films kennzeichnen: ein Zukunftsstaat, der offenbar diverse Erfahrungen vergangenener und gegenwärtiger Diktaturen sowie bange Erwartungen an zukünftige in sich vereinen will. Rein optisch wirkt er wie ein heruntergekommener sozialistischer Staat in den Kalter-Krieg-Filmen der 60er Jahre, fast ganz in Grau gehüllt und umgeben von einer originalgetreu nachgebauten Berliner Mauer. Jenseits davon sind allerdings vorwiegend die Wahrzeichen von Paris zu sehen, die

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