Übersinnliche Klänge

Über die leidenschaftliche Affäre des Kinos mit Celli und Cellisten

Diskussion

2018 ist das Jahr des Cellos. Eine Wahl ganz im Sinne des Kinos. Denn das Cello veredelt nicht nur Filmmusiken, sondern übernimmt bisweilen auch eine tragende Rolle oder wandelt sich sogar zum Protagonisten. Annotationen über eine leidenschaftliche Affäre des Kinos mit Cello & Cellisten.


Ein Lockruf in eine fremde Sphäre! Alles an dem großen, geschmackvoll eingerichteten Anwesen muss auf die Jugendliche einschüchternd wirken, die aus kleinkriminellen Verhältnissen stammt. Doch als Mona (Natalie Press) in „My Summer of Love“ (2004), einem Liebesdrama von Pawel Pawlikowski, zum ersten Mal das Haus der gleichaltrigen Tamsin (Emily Blunt) betritt, die aus einer gut gestellten Familie stammt, zieht sie eine zarte Melodie unwiderstehlich an. Tamsin erzeugt diese Klänge auf ihrem Cello; dass sie gerade Camille Saint-Saëns’ „Schwan“ aus dem „Karneval der Tiere“ spielt, muss Mona wie eine Verheißung erscheinen: „Der Schwan“ war auch der Name des Pubs, in dem sie groß geworden ist und den ihr religiös erweckter Bruder soeben geschlossen hat; die Gefühle, die diese Musik in ihr auslöst, überträgt Mona unmittelbar auf deren Erzeugerin. Selbst wenn aus diesen Emotionen am Ende kein dauerhaftes Glück entsteht, hat sich Monas Wahrnehmung von diesem Moment an für immer verändert. Über den Klang des Cellos haben sich ihr Ausblicke in eine andere Welt eröffnet, die ihr durch nichts mehr genommen werden können.

Verführerischer Klang: "My Summer of Love"
Verführerischer Klang: "My Summer of Love"

Regisseur Pawlikowski knüpft mit dieser Szene, in der ein Instrument zum Vermittler zwischen unterschiedlichen Lebenswelten wird, an den Ruf des Cellos an, unter allen Musikinstrumenten der menschlichen Stimme am nächsten zu kommen. Mit seinem warmen, weichen Klang, dem großen Stimmvolumen von den kraftvollen tiefen Lagen bis zu bemerkenswerten Höhen und dem scheinbar klagenden Ton besitzt es in jedem Fall viele musikalische Vorzüge. Dass sich das Cello in der Konzertwelt dennoch nicht in die vorderste Reihe hat spielen können, liegt auch daran, dass ihm zwei exaltiertere Instrumente den Rang ablaufen: das durch imponierende Größe und einen machtvollen Klang raumfüllende Klavier und die selbstbewusste, spitztönige Violine, die beide ein leidenschaftliches Spiel bis hin zur Ekstase nahelegen. Das Cello erscheint demgegenüber von Natur aus gemütlicher und zurückhaltender, seine Wirkung auf die Zuhörer viel weniger berechnend, auch wenn sie ebenso überwältigend ausfallen kann.

Das Kino besitzt eine Schwäche für solche etwas einfache Charakterisierungen von Instrumenten und überträgt diese gern auf die dazugehörigen Musiker. In Abgrenzung zu Klaviervirtuosen und Teufelsgeigern hat sich für Cellisten auf der Leinwand das Image introvertierter Künstler etabliert, die sich nicht um jeden Preis in den Vordergrund spielen müssen. Stattdessen ist ihnen eine Zurückhaltung zu eigen, die bei professionellen Musikern an den Rand der beruflichen Selbstdemontage gehen kann. In „Renn, wenn du kannst“ (2009) von Dietrich Brüggemann begegnet man in der jungen Cello-Studentin Annika (Anna Brüggemann) einer geradezu musterhaften Vertreterin dieser Schüchternheit. Sie gerät bei Solo-Auftritten leicht aus der Fassung und vermasselt ihr Spiel, weshalb sie ihre Zukunft als „Tutti-Schwein“ in den hinteren Orchesterreihen vorgezeichnet sieht. Das optimistische Drehbuch kreiert jedoch eine ultimative Bewährungsprobe: Während eines Konzerts muss Annika für die Cello-Solistin einspringen, die sich an der Hand verletzt hat, und meistert diese spontane Herausforderung bravourös. Ihre Hemmungen schwinden, und es gelingt ihr, vor den Augen und Ohren des Publikums zu triumphieren, was sie selbst am allermeisten überrascht.

Ob solche fast schon märchenhaften Volten sich in realen Aufführungssituationen tatsächlich ereignen, muss dahingestellt bleiben. Als Kunstgriff des Kinos sind sie jedoch sehr effektiv, wie Isao Takahata schon in seinem Zeichentrickfilm „Goshu, der Cellist“ (1982) nach einer Erzählung von Kenji Mijazawa aus den 1930er-Jahren vorgemacht hat. Die Titelfigur ist ein noch junger Musiker, der vom Dirigenten als Störfaktor herausgegriffen wird, weil er mit seinen Schnitzern das ganze Orchester aus dem Takt bringt. Da nur noch fünf Tage bis zur Aufführung bleiben, übt Goshu verbissen die 6. Sinfonie von Beethoven, kommt jedoch nicht nennenswert voran, zumal ihm die Müdigkeit und unerwartete Besucher zu schaffen machen. In jeder der vier Nächte vor dem Konzert suchen ihn sprechende Tiere heim, die sehr spezielle musikalische Ansprüche an ihn stellen. Diese haben mit Beethoven allerdings nichts zu tun, sodass der Cellist mit geringen Erwartungen zur Premiere erscheint, wo ihm jedoch ein makelloser Auftritt gelingt und er sogar eine Solo-Zugabe spielen darf. Erst hinterher offenbart sich ihm, was geschehen ist: Die als störend empfundenen Ablenkungen der vergangenen Nächte haben ihm einen tieferen Zugang zur Musik ermöglicht, aus dem er nun schöpfen kann.

"Ghosu der Cellist"
Märchenhafte Volte: "Goshu, der Cellist"

Das Cello als Freund und Helfer

Solche ins Wundersame reichende Lösungen für musikalische Gehemmtheit sind in Cello-Filmen allerdings die Ausnahme. In der Regel verlassen Filmemacher die rein musikalische Ebene, wenn es um die Emanzipation von Cellisten geht, und stellen musikalische Reife eher als einen Schritt auf dem Weg zum eigentlichen Ziel dar. Das kann die erste große Liebe sein wie in „Jeremy“ (1973) von Arthur Barron. Der extrem schüchterne 15-jährige Titelheld (Robby Benson), dessen Außenseiterdasein durch dicke Brillengläser und eine jenseits aller Modetrends liegende Kleidungsauswahl betont wird, scheint zwar ein begabter Cellist zu sein, doch sein Lehrer hält eine Profikarriere eher für ausgeschlossen. Der wohlmeinende Pädagoge vermisst bei Jeremy vor allem die Bereitschaft zur emotionalen Öffnung, ohne die sein Spiel allenfalls technisch präzise, aber leblos bleibt. Als sich der Junge in ein ebenfalls äußerst zurückhaltendes Mädchen verliebt, wird dies zum Ansporn, an seinem Instrument mehr aus sich herauszugehen, und tatsächlich kommt es zum erhofften Erfolg: Die musisch interessierte Susan fühlt sich von seinem Auftritt unmittelbar berührt, überwindet ihre Scheu und spricht ihn begeistert an, was trotz beider Unbeholfenheit zu einer Liebesbeziehung führt.

Im Wesentlichen ist „Jeremy“ eine Variante der unzähligen Geschichten über junge Musiker, die mit ihrem Können die Aufmerksamkeit der Mädchen erwecken, nur dass anstelle von Rock-Gitarren oder einschmeichelnder Gesangsstimmen hier ein klassisches Instrument im Zentrum steht. Die Wahl des Cellos ist dabei allerdings keineswegs willkürlich, passt sie doch zu dem melancholischen Tonfall von „Jeremy“, die auch den Score bestimmt; an den leichteren Stellen lässt der Filmkomponist Lee Holdridge das Cello verstummen und setzt stattdessen Querflöte, Klavier und Geigen ein.

Es ist aber auch die physische Gestalt des Cellos, die gerade dieses Instrument so ideal für eine Hauptfigur macht. Für den schmächtigen Jeremy dient das fast gleich große Cello als eine Art Schutzschild vor der feindlichen Welt und ersetzt ihm überdies die fehlenden Freunde. Folgerichtig wird das Cello in der Beziehung zwischen Jeremy und Susan zwar als Bindeglied gewürdigt, das sie zusammengebracht hat, kommt innerhalb der Handlung dann aber nicht mehr vor. Als Menschenersatz hat es zu diesem Zeitpunkt ausgespielt.

Das Instrument wie eine eigene Person zu behandeln, gehört zu den beliebtesten Motiven von Cello-Filmen. Billy Wilder lässt in „Ariane – Liebe am Nachmittag“ (1957) den Pariser Privatdetektiv Chavasse (Maurice Chevalier) gleich eingangs von einem Leben zu dritt erzählen: „Ich, meine Tochter und ihr Cello.“ Das Cello fungiert zunächst als Emblem für die Unschuld und Unerfahrenheit von Ariane (Audrey Hepburn), bevor es zum stummen Zeugen ihrer Welterkundung wird. Wenn sie den amerikanischen Playboy Frank Flanagan (Gary Cooper), in den sie sich verliebt hat, in seinem Hotelzimmer aufsucht, lässt sie das Cello jedes Mal im Flur stehen, bis sie wieder geht. Auffallend ist der Griff, mit dem sie den Cello-Kasten beim Gehen um den Hals fasst, wodurch sie den Rest des Instruments an ihren Körper presst. Das deutet nicht nur auf ein Schutzbedürfnis hin, sondern Wilder knüpft damit auch an die Bilder sich umschlingender Paare an, mit denen er während des Films die Vorstellung von Paris als Stadt der Liebe heraufbeschwört.

"Ariane - "
Audrey Hepburn (l.) und Maurice Chevalier in "Ariane - Liebe am Nachmittag"

Ménages à trois mit Cello

Derartige Assoziationen liegen nahe, denn kein anderes Instrument erinnert in seiner Spielweise so sehr an eine Umarmung wie die des Cellos. Was bei „Ariane“ noch eine eher verspielte Stellvertreter-Funktion hat, nimmt in anderen Filmen existenzielle Züge an. In „Der Solist“ (2009) von Joe Wright betrachtet das auf der Straße lebende, an Schizophrenie leidende Musikgenie Nathaniel Ayers (Jamie Foxx) ein neues Cello wie eine Geliebte, die es zu umhegen gilt; er spricht sogar von der Verpflichtung, sich dieser Beziehung würdig zu erweisen. Noch weiter geht Anthony Minghella im wohl schönsten aller Cello-Filme „Wie verrückt & aus tiefstem Herzen“ (1990). Schon am Anfang umstreicht die Kamera sanft den Körper des Instruments. Wenig später sieht man die Hauptfigur Nina (Juliet Stevenson) weinend das Cello umklammern, das ihrem verstorbenem Freund Jamie gehörte. Unmittelbar davor hatte sie bitter auf den Wunsch ihrer Schwester reagiert, das verwaiste Instrument deren Sohn zu überlassen, so als würde sie damit die wichtigste Erinnerung an den Toten preiszugeben. Einen Ausweg aus ihrer Depression findet Nina erst, als ihr Jamie (Alan Rickman) als Geist zu erscheinen beginnt. Mit dem elegischen Klang von Bachs 3. Sonate für Cello und Klavier tritt er wieder in ihr Leben und leistet von da an einfühlsam Beistand beim Versuch, ihren Schmerz allmählich zu lindern. Im Gegensatz zu anderen Filmemachern setzt Minghella das Cello und seine Musik durchgängig mit Bedacht ein, sodass die besondere Klangfarbe des Instruments und seine Trost spendende Kraft immer im Vordergrund bleiben. Es ist die Symbiose von Jamie und seinem Cello, die letztlich einen heilsamen Effekt bei Nina bewirkt, sodass ihr am Ende mit Jamies Segen ein Neustart gelingt.

Ganz so harmonisch geht es aber nicht immer zu, wenn Celli im Kino als quasi-lebendige Charaktere erscheinen und sich in menschliche Beziehungen „hineindrängen“. Das Cello kann durchaus auch zum Rivalen werden wie in Irving Rappers Hollywood-Melodram „Trügerische Leidenschaft“ (1946). In einer Zeit, als die Studios die kommerziellen Möglichkeiten klassischer Musik erkannten und in den Mittelpunkt aufwändiger Produktionen stellten, ist dieser Film eine interessante Erweiterung vertrauter Dreiecksdramen. Die Pianistin Christine Radcliffe (Bette Davis), die seit Längerem von ihrem Liebhaber, dem erfolgreichen Komponisten und Dirigenten Alexander Hollenius (Claude Rains), ausgehalten wird, lässt diesen fallen, als sie ihren früheren Freund Karel Novak (Paul Henreid) wiedertrifft. Als sie heiraten, verfällt der manisch eifersüchtige Hollenius auf einen perfiden Plan, um sich an dem Paar zu rächen. Er ködert den Cellisten Novak mit einem eigens komponierten Cello-Konzert (das anspruchsvolle Werk steuerte der Filmkomponist Erich Wolfgang Korngold bei), um den Nebenbuhler bei den Proben öffentlich zu demütigen und Zweifel am Können des Musikers zu säen; sein Hauptziel ist es allerdings, Novak den Triumph mit dem Werk zu gestatten, dem ebenfalls rasend Eifersüchtigen aber anschließend die Affäre mit Christine zu enthüllen. Diese hat von Anfang an die schwerste Position, weil sie nicht nur die Intrige wittert, sondern auch, dass sie die Leidenschaft ihres Mannes zusehends mit dessen Instrument teilen muss.

"Der Solist"
Das Cello als Geliebte: "Der Solist"

Dem Cello wird hier allerdings noch keine aktive Teilhabe an dem Geschehen zugesprochen, anders als im Jugendmelodram "Wenn ich bleibe" (2014), wo sich die kalifornische High-School-Schülerin Mia (Chloë Grace Moretz) für die renommierte Juilliard School in New York bewirbt. Damit legt sie den Grundstein für eine musikalische Karriere, aber auch für die Trennung von ihrer Familie und ihrem Freund; die Verantwortung dafür schiebt sie auf ihr Instrument ab: „Das Cello hat für mich entschieden.“

Seelenheil durch Himmelsklänge

Angesichts solcher Zuschreibungen überrascht es nicht, dass Celli in Spielfilmen durchaus auch Ablehnung und Hass entgegenschlagen kann. Diese münden aber im Unterschied zu den im Kino oft malträtierten Klavieren kaum je in einen Akt physischer Zerstörung; ein aus großer Höhe aus dem Fenster geworfenes Instrument wie bei „Woody – der Unglücksrabe“ (1969) stellt die absolute Ausnahme dar. Auch geht es kaum je um das Cello selbst, sondern einmal mehr um Übertragungen. Entweder ist mit der Wut in Wahrheit der Lehrer gemeint wie in Ingmar Bergmans „Sarabande“ (2003), wo die Cello spielende Tochter gegen die überfordernden Unterrichtsmethoden ihres Vaters aufbegehrt, oder Musiker lassen die Belastung ihres Berufs an dem Instrument aus. So reagiert die junge Jacqueline du Pré (Emily Watson) in der Filmbiografie „Hilary & Jackie“ (1998) mit instinktiver Ablehnung auf ihren rasanten Aufstieg zur weltweit hofierten Musikerin und beginnt, ihr wertvolles Instrument fahrlässig zu gefährden, indem sie es in Taxis „vergisst“ oder bei Schneefall auf einen Balkon stellt. Im Einklang mit der vorherrschenden Zeichnung von Cellisten als sensiblen Künstlern folgt auf solche Ausbrüche allerdings regelmäßig die Versöhnung, in „Hilary & Jackie“ sogar in Form einer Entschuldigung der Musikerin.

Denn grundsätzlich mag sich das Kino nicht von der Vorstellung trennen, Cellistinnen und Cellisten seien außergewöhnlich großherzige Zeitgenossen. Der ausgleichend-vermittelnde Charakter des tiefen Streichinstruments und seiner Spieler wird besonders gern im Kontrast zu seinen nächsten Verwandten behauptet: In Peter Weirs Seeabenteuer „Master and Commander – Bis ans Ende der Welt“ (2003) entspricht das Cello dem bedächtigen Wesen des Schiffsarztes (Paul Bettany), während sein draufgängerischer Freund und Kapitän (Russell Crowe) bei ihren nächtlichen Musizierstunden auf der Geige seinem überschießenden Temperament freien Lauf lässt. In „Saiten des Lebens“ (2012) von Yaron Zilberman verhalten sich alle Mitglieder eines Streichquartetts ihrer Position gemäß, mit einem dominanten ersten Geiger (Mark Ivanir), dem der zweite Geiger (Philip Seymour Hoffman) seine Stellung streitig macht, einer Bratschistin (Catherine Keener), die sich hinter den beiden zu behaupten versucht, und einem gutmütigen Cellisten (Christopher Walken), der das Ganze zusammenhält. Dass der Cellist wegen einer Parkinson-Erkrankung aus dem Quartett ausscheiden muss, wird zur Zerreißprobe für die drei anderen, die nur durch die öffentliche Einführung einer Cello-Nachfolgerin bewältigt wird.

Mark Ivanir, Philip Seymour Hoffmann, Christopher Walken, Keaver in "Saiten des Lebens"
Mark Ivanir, Philip Seymour Hoffman, Christopher Walken, Catherine Keener (v.l.) in "Saiten des Lebens"

Von da ist es kein großer Schritt mehr, mit diesem Instrument auch (seelen-)heilende Kräfte zu verbinden. In „Wenn ich bleibe“ sind es am Ende Cello-Töne, die Mia aus einem Unfallkoma wieder ins Leben locken. Der junge Musiker in „Goshu, der Cellist“ erfährt von einer verzweifelten Maus, die ihn anfleht, ihr krankes Kind zu heilen, dass die beruhigenden Schwingungen seines Spiels schon vielen Waldtieren geholfen haben. Zu einer vergleichbaren Erkenntnis kommt auch der Musiker Daigo Kobayashi in Yôjirô Takitas „Oscar“-gekröntem Drama „Nokan – Die Kunst des Ausklangs“ (2008), der über sein Cello-Spiel aus der Lebens- und Sinnkrise herausfindet, die ihn nach der Auflösung seines Orchesters befallen hat. Auch er kann seine wiedererlangte Stabilität an andere weitergeben, etwa an seine verunsicherte Frau und seinen unsteten Chef.

Es ist leicht zu begreifen, dass Anthony Minghella für „Wie verrückt & austiefstem Herzen“ auch deshalb das Cello als Trost spendendes Instrument wählte, weil das Wort im Italienischen an „Cielo“ (Himmel) gemahnt. Wenn das Cello in Filmen erklingt, darf man sich als Zuschauer dem Himmel ganz nah fühlen.



Die Wahl des Cellos zum „Instrument des Jahres 2018“ geht auf eine gemeinsame Initiative von neun deutschen Bundesländern zurück, die jedes Jahr ein anderes Instrument mit Konzerten und anderen Aktionen besonders fördern will. Mehr Informationen zu dem Projekt „Instrument des Jahres“ unter: http://www.instrument-des-jahres.de

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