Konfetti 17: Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit

Freitag, 31.08.2018

Lukas Foerster spürt der "Urfrage des Kinosaals" nach: dem Verhältnis von Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit

Diskussion

In einer Art Fortführung des Artikels über die neuen LED-„Leinwände“ spürt Lukas Foerster in seinem Siegfried-Kracauer-Stipendium-Blog „Konfetti“ der „Urfrage des Kinosaals" nach, dem Verhältnis von Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit.


Der Kinosaal ist, so könnte ein Definitionsversuch beginnen, ein Raum, in dem sich die Frage nach dem Licht stellt. Genauer gesagt geht es um die Frage der Verteilung von Sicht- und Unsichtbarkeit; eine Frage, die sich auch in vielen anderen Räumen auf die eine oder andere Art stellen mag, die sich aber kaum irgendwo so deutlich stellt wie im Kinosaal. Fast könnte man sagen, dass die Frage nach der Verteilung von Sicht- und Unsichtbarkeit die Urfrage des Kinosaals ist, und dass sich alle anderen Fragen, die man an den und im Kinosaal stellt, von ihr ableiten.

Eigentlich ist die Antwort naheliegend: Der Kinosaal sollte so organisiert sein, dass der Film auf der Leinwand möglichst sichtbar und alles andere möglichst unsichtbar ist. Das „möglichst“ bezieht sich in beiden Fällen auf die praktischen Hindernisse, die sich einer idealen Kinoerfahrung zwangsläufig in den Weg stellen: Weder ist der Film jemals komplett und für alle Zuschauerinn

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